
Trainingslager
11.07.26
Nicolai Remberg: „Ich will meine Erfahrung weitergeben“
Nach den ersten Trainingseinheiten in Helsingör sprach der HSV-Abräumer über den Auftakt in die Vorbereitung, sein Standing und Neuzugang Kofi Amoako.
Nicolai Remberg strahlt über beide Ohren – soeben hat er den Siegtreffer im Abschlussspiel erzielt. Der 26-Jährige will sich das aber nicht allzu sehr anmerken lassen und gibt sich gelassen. Weil es im Training passiert ist, sei es nicht von größter Bedeutung. Stattdessen benötige er in einem Pflichtspiel ein Tor. Das blieb Remberg in seiner bisherigen Zeit beim Hamburger SV vergönnt, wenngleich er als Abräumer andere Aufgaben zu erledigen hat und die vergangene Saison auf vielen Ebenen positiv für ihn verlief. Nun will Remberg darauf aufbauen und die nächsten Entwicklungsschritte gehen, wie er in einer Medienrunde nach dem Training am Donnerstag (10. Juli) erklärte.
Im Detail sprach er über ...
… die Sommerpause: Ich habe die Pause genutzt, um abzuschalten und herunterzukommen. Es ist nicht so, dass ich durchmarschiert bin. Vielleicht denken das alle. (lacht) Es war ein guter Mix. Ich mag es nicht, in die Vorbereitung zu starten und mich nicht vorbereitet zu fühlen. Deshalb habe ich mein Programm absolviert und bin fit zurückgekommen.
… den Trainingsauftakt: Es ist cool, dass es wieder losgeht. Natürlich freut sich auf die Pause nach einer intensiven Saison, aber nach ein paar Wochen denkt man sich, dass es wieder losgehen kann. Die Tage hier sind cool. Die Bedingungen, das Hotel und der Trainingsplatz sind überragend. Zudem sind die Leute sehr nett.
… Neuzugang Kofi Amoako: Kofi und ich sind ähnliche Spielertypen. Er ist ein super Mensch. Das habe ich direkt wahrgenommen. Er kann bestimmt etwas von mir lernen, weil ich schon zwei Bundesliga-Saisons hinter mir habe. Es braucht aber einiges, um an ‚Rambo‘ vorbeizukommen. (lacht)
… sein Standing: Ich habe im letzten Jahr einen hohen Stellenwert in der Mannschaft erlangt. Das dürfte an meinen Leistungen und meiner Art liegen. Ich bin sehr glücklich, dass ich beim HSV bin und in der letzten Saison so viele Spiele absolviert habe. Ich denke, dass ich meinen Job gut erledigt habe. Ich will mich fußballerisch immer verbessern – und das habe ich im letzten Jahr geschafft. Ich habe ein Jahr mehr an Erfahrung gewonnen und das will ich weitergeben. Ich will andere Jungs in meine Richtung ziehen und noch mehr Verantwortung übernehmen.
… die Talente im Trainingslager-Kader: Es sind viele junge Spieler dabei. Das finde ich sehr cool, weil sie immer hungrig sind. Wenn ich mit 17 Jahren bei einer Profimannschaft wie dem HSV hätte mittrainieren dürfen, wäre das eine Ehre für mich gewesen. Alle sind sehr positiv – das ist das Wichtigste am Anfang der Vorbereitung.
… Ransford Königsdörffer: Mit Ransi habe ich mich sehr gut verstanden. Als ich das erste Mal in der Kabine war und er nicht dort saß, war es komisch. Jeder geht seinen eigenen Weg. Ich hoffe für ihn, dass es in Mainz gut laufen wird. Ich freue mich schon, ihn wiederzusehen. Wir haben telefoniert und über unser erstes Heimspiel gegen Mainz geredet. Wir werden bestimmt unsere Trikots tauschen. Ich habe ihm gesagt, dass ich gegen ihn gewinnen werde. Das mache ich immer gegen die Ex-Kollegen. (schmunzelt) Wenn wir gegeneinander spielen, sind wir keine Freunde. Erst danach wieder.
