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Pressekonferenz

27.10.16

„Brauchen Grundeinstellung wie vor Gladbach“

In der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln am Sonntag (Anpfiff 17:30 Uhr) sprach HSV-Cheftrainer Markus Gisdol unter anderem über den Sieg im DFB-Pokal, die angespannte Personalsituation und das erwartete Spiel gegen die Geißböcke.

Nach dem deutlichen 4:0-Sieg im DFB-Pokal gegen den Halleschen FC am Dienstag (25. Oktober), wartet in der Liga mit dem 1. FC Köln ein hochkarätiger Gegner auf den HSV. Am Sonntag (30. Oktober, ab 17:15 Uhr live im HSVnetradio) sind die Rothosen bei den Rheinländern zu Gast, die derzeit auf dem fünften Tabellenplatz stehen und als Favorit in die Begegnung gehen. Dass in Köln aber nichts zu holen sei, das möchte HSV-Cheftrainer Markus nicht gelten lassen. „Wir sollten mit derselben Grundeinstellung nach Köln fahren, die wir auch vor Gladbach hatten“, forderte der 47-Jährige auf der Pressekonferenz am Donnerstag (27. Oktober). „Das war ein wichtiger Faktor, den wir wieder aufbauen müssen.“ Geschlossen als Team auftreten und an den Erfolg im Pokal anknüpfen, lautet die Devise.

Im Einzelnen sprach Markus Gisdol in der Pressekonferenz über…

… den Sieg im DFB-Pokal: Der Sieg war natürlich wichtig und tat uns gut. Dennoch sollten wir das Spiel auch richtig einordnen. Wir haben gegen Frankfurt gelinde gesagt kein gutes Spiel gemacht. Wir haben den Auftritt aber gründlich analysiert und besprochen. Das Team hat dann in Halle eine gute Reaktion gezeigt. Der Sieg hat uns ein gutes Gefühl gegeben. Man hat schon im Spiel gemerkt, dass sich die Erfolgserlebnisse auswirkten und wir mehr richtige Entscheidungen getroffen haben. Daran müssen wir jetzt anknüpfen. Der Effzeh ist ein tolles Los für die nächste Runde. Ich freue mich sehr. Wir spielen das DFB-Pokal-Achtelfinale unter der Woche hier in unserem Stadion – Was wünscht man sich mehr? Wir haben hier zuhause alle Chancen, die nächste Runde zu erreichen. Das ist super. 

… die Personalsituation: Aktuell ist noch nicht abzusehen, wer für das Spiel am Sonntag fit genug ist. Stand jetzt gehe ich davon aus, dass ein Einsatz von Emir ausgeschlossen ist. Bei Johan müssen wir die Lage weiter beobachten und das Risiko gut abwägen, gerade weil es eine Folgeverletzung ist. Ob Albin Ekdal rechtzeitig fit wird, ist noch offen, heute wird er aber nicht mittrainieren können. Von daher ist es gut für uns, dass das Spiel erst am Sonntag ist. Wir müssen von Tag zu Tag schauen. Die Lage in der Innenverteidigung ist derzeit natürlich angespannt. Wir werden auf jeden Fall Oliver Oschkenat aus der U21 mit ins Training vor Köln nehmen. Die medizinische Abteilung schöpft derzeit alle Möglichkeit aus, damit wir das bestmögliche Personal zur Verfügung haben.

… das Ligaspiel in Köln: Wir sollten mit derselben Grundeinstellung nach Köln fahren, die wir auch vor Gladbach hatten. Das war ein wichtiger Faktor, den wir wieder aufbauen müssen. Aufgrund der Personallage werden wir nicht so spielen können wie gegen Halle. Wir sollten es aber auch vermeiden, durch zu viele Umstellungen neue Baustellen aufzumachen. Unsere Sechser haben es in Halle sehr gut gemacht, aber in Köln werden wir vermutlich einen von ihnen zurückziehen müssen, da Dennis gesperrt fehlen wird. Wir werden dennoch einen Rechtsverteidiger brauchen. Die Situation ist nicht schön, aber wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken. Wir müssen alle Kompromisse eingehen.

… über Modeste: Nicht nur Anthony Modeste, auch Marco Höger kenne ich aus früheren Trainertagen. Anthony haben wir in Hoffenheim damals aus Frankreich in die Bundesliga geholt. Niemand kannte ihn hier, aber wir haben viel in ihm gesehen. Er hatte gute und durchwachsene Zeiten in Hoffenheim. Sein Wechsel nach Köln war für ihn sicherlich eine gute Entscheidung. Es freut mich immer, wenn ein ehemaliger Spieler eine solche Entwicklung macht. Am Sonntag darf er sich aber gerne eine Auszeit nehmen.