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Stimmen zum Spiel

13.08.21

"Das tut einfach richtig weh!"

Erst glücklicher Ausgleich, dann nicht gegebener Elfmeter - die bittere 2:3-Niederlage im Hamburger Stadtderby ließ HSV-Trainer Tim Walter und seinen Kapitän Sebastian Schonlau aufgewühlt und gefrustet zurück. 

So nah liegen Freud und Leid, Erfolg und Misserfolg manchmal beieinander. In der 53. Minute hätte Schiedsrichter Osmers nach einem Foul an Jatta auf Elfmeter für den HSV entscheiden müssen, stattdessen klingelte es keine drei Zeigerumdrehungen später auf der anderen Seite und der FC St. Pauli ging mit 2:1 durch Makeniok in Führung, der wiederum nur zwei Minuten später auch noch das 3:1 und damit die Vorentscheidung in diesem Hamburger Derby erzielte. So stand am Ende dieses hochintensiven und hart umkämpften Stadtduells am Freitagabend (13. August) der gastgebende FC St. Pauli als strahlender Sieger da, während die Rothosen mit leeren Händen und hängenden Köpfen den Platz verließen. Frust pur. Die Stimmen zum Spiel.

Sebastian Schonlau: Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen und hatten in der ersten Halbzeit große Probleme. Dennoch machen wir den Ausgleich vor der Pause, kommen dann gut aus der Kabine und kassieren zum unglücklichen Zeitpunkt das 1:2, und dann auch noch zu schnell das dritte Gegentor. Und dabei hätten wir kurz vor dem 1:2 einen Elfmeter bekommen müssen. Das tut einfach richtig weh, weil wir uns natürlich etwas anderes vorgenommen hatten. Wir wollten das Spiel für die Fans gewinnen. Jetzt müssen wir die Niederlage erstmal verarbeiten.

"Wir haben unsere Farben nicht so vertreten, wie wir es hätten tun sollen" Tim Walter

Tim Walter: Am Ende ist es ein verdienter Sieg für den FC St. Pauli, weil wir die Derby-Time nicht so angenommen haben, wie wir es uns vorgenommen hatten. Wir sind mit dem glücklichen 1:1 in die Halbzeit gegangen, kommen gut aus der Kabine und müssen dann einen klaren Elfmeter kriegen. Auch sonst waren wir in dieser Phase vor dem gegnerischen Tor gefährlich, doch quasi im Gegenzug zur Elfmeterszene kriegen wir den zweiten Gegentreffer. Da ist das Spiel gekippt. Zwar haben wir bis zum Ende alles versucht, auch den Anschluss geschafft, aber hintenraus etwas zu kopflos agiert. Wir müssen jetzt tiefer in die Analyse gehen, denn es war vor allem in der Schlussphase auch nicht alles schlecht. Für unsere Fans tut es mir sehr leid, denn wir haben die Bereitschaft zu häufig vermissen lassen. Insgesamt haben wir unsere Farben nicht so vertreten, wie wir es hätten tun sollen.