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Stimmen zum Spiel

13.08.17

"Bei uns ist eigentlich alles schiefgelaufen"

Der HSV scheidet mit einem 1:3 gegen den Drittligisten VfL Osnabrück aus dem diesjährigen Pokalwettbewerb aus. HSV.de hat sich nach der Partie auf Stimmenfang begeben.

Nachdem der HSV in der vergangenen Saison bis ins Viertelfinale des DFB-Pokals vorstoßen konnte, ist in diesem Jahr leider in der ersten Runde Schluss. Beim VfL Osnabrück unterlagen die Rothosen mit 1:3 (0:1) und treten mit einem herben Rückschlag die Rückfahrt nach Hamburg an. „Wir werden jetzt nicht alles nach nur einer Partie in Frage stellen“, sagte Jens Todt im Anschluss an die Partie. Doch auch der Sportchef war sehr angefressen, als er in der Mixed Zone der Bremer Brücke vor die Mikrofone trat. HSV.de hat die Stimmen zum Spiel gesammelt.

Jens Todt: Es war eine enttäuschende Leistung. In der ersten Halbzeit hatten wir zwar einige klare Torchancen, die wir aber alle nicht genutzt haben. Der Gegner war gefühlt dreimal bei uns vor dem Tor und hat dreimal getroffen. Dann merkt man, welche Stimmung hier in so einem Stadion aufkommen kann. Bei uns ist eigentlich alles schiefgelaufen, was schieflaufen konnte. Der Anschluss kam deutlich zu spät. Der Gegner hat alles rausgeholt, was rauszuhauen war, und das haben wir nicht. Wir sind eine Woche vor dem Saisonstart auf dem Boden der Tatsachen.

André Hahn: Wenn man vorne die Chancen nicht nutzt, worüber wir schon die ganze Vorbereitung gesprochen haben, und hinten nicht konsequent verteidigt, dann greift ein Rädchen ins andere und dann läuft es einfach in die falsche Richtung. Osnabrück hat seine Chancen konsequent genutzt. Eigentlich sollte uns die Rote Karte in die Karten spielen, hat sie aber nicht. Osnabrück stand sehr tief, kicken können sie auch, kämpfen auch, das alles haben sie gemacht. Wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Dass die Fans alle sauer und enttäuscht sind, kann ich verstehen. Ich hoffe, man hat gesehen, dass wir nicht aufgegeben haben.

Go Sakai: Wir waren bei vielen Dingen einfach zu nachlässig, wie zum Beispiel bei den Gegentoren. So einfach dürfen wir keine Gegentore kriegen. Unsere Vorbereitung war eigentlich gut. Bis heute war alles in Ordnung. Ich habe so ein Ergebnis nicht erwartet. Für uns ist es schlecht. Und auch für die Fans, die alle mitgereist sind oder uns zuhause die Daumen gedrückt haben. Jetzt müssen wir bis zum Saisonstart alles schnell verbessern.

Markus Gisdol: Wir sind eigentlich ganz gut ins Spiel gekommen. Die Rote Karte war ein Knackpunkt im Spiel, auch wenn sich das blöd anhört. Wir waren danach zu nachlässig in den Zweikämpfen, der Gegner stand eng und hat die sich bietenden Chancen eiskalt genutzt. Wir hatten besonders in der zweiten Halbzeit dann fast 80 Prozent Ballbesitz, doch insgesamt zu viel quer gespielt, schlecht verteidigt und waren zu träge im Passspiel. Deshalb hast du gegen ein sehr engagierten Gegner heute am Ende verdient verloren.

Joe Enochs: Wir haben versucht defensiver als zuletzt zu stehen und nach vorne zielstrebig und mit viel Engagement zu spielen. Das ist uns gut gelungen. Wir haben uns zur richtigen Zeit mit einem Tor belohnt. Durch die Rote Karte haben wir im 4-4-1 gespielt, wollten das Zentrum dichthalten und zielstrebig unsere Konter zu Ende spielen. Das war sehr nervenaufreibend. Wir haben am Ende etwas glücklich, aber nicht unverdient gewonnen. Ich wünsche dem HSV alles Gute für die Saison. Es sind hier viele HSVer in dieser Region.

 

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