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Stimmen zum Spiel

14.01.22

„Es war kollektiv zu wenig“

Zum Auftakt ins Jahr 2022 spielt der HSV bei der SG Dynamo Dresden 1:1 unentschieden. Eine leistungsgerechte Punkteteilung, mit der die Rothosen nach dem Spiel allerdings haderten. Die Stimmen zum Spiel.
 

Verschiedene Gefühlslagen am Freitagabend im Rudolf-Harbig-Stadion: Während die Dresdner mit dem Abpfiff die Hände in die Luft rissen, blieben die Hamburger mit gesenkter Körperhaltung zurück. Zum zehnten Mal in dieser Saison mussten sich die Walter-Schützlinge mit einem Unentschieden zufrieden geben. Das 1:1-Remis zum Auftakt ins Jahr 2022 ist jedoch als leistungsgerecht einzustufen. So ging der HSV im ersten Durchgang gegen aggressiv aufspielende Hausherren etwas überraschend durch Robert Glatzel (37.) in Führung und fand erst nach dem Seitenwechsel so richtig zu seinem Spiel. Doch dieses Mal schlug die SGD in der guten Phase des Gegners zu, markierte durch Daferner (61.) den Ausgleich und zugleich den 1:1-Endstand. Im Anschluss an das Spiel standen die Rothosen Rede und Antwort und haderten dabei sowohl mit dem Ergebnis als auch mit der eigenen Leistung.

Sebastian Schonlau: Das Spiel lief nicht so, wie wir uns das vorgestellt und vorgenommen hatten. Wir sind nicht gut reingekommen, sind auch nicht in unsere Passspielabläufe gekommen. Dennoch sind wir in Führung gegangen, haben es dann aber verpasst, nachzulegen und damit das Spiel vollends in unsere Richtung zu lenken. Da haben wir die Räume nicht gut genutzt, hatten unnötige Ballverluste und die Konsequenz hat gefehlt. Dynamo ist dann drangeblieben, hatte insgesamt eine sehr hohe Intensität und hat den Ausgleich gemacht, der am Ende auch verdient war. Denn das war insgesamt zu wenig von uns, das ist nicht unser Anspruch.

"Das war kein gutes Spiel von uns" Daniel Heuer Fernandes

Daniel Heuer Fernandes: Wir sind enttäuscht über das Ergebnis und die Art und Weise, wie wir heute gespielt haben. Wir wollten aggressiv sein und mit hoher Intensität ins Spiel gehen. Das ist uns heute leider nicht gelungen. Wir wissen, dass wir es in dieser Saison schon besser gemacht haben und müssen daher weiter an uns arbeiten. Wir hatten schon unsere Aktionen, aber zu viele Ballverluste in den Umschaltaktionen. Der Gegner hat uns gut zugepresst, dabei ist es uns teilweise gelungen, mutig rauszuspielen, teilweise aber auch nicht. Das war kein gutes Spiel von uns, aber wir haben jetzt nicht viel Zeit, darüber lange nachzudenken. Wir haben am Dienstag in Köln die nächste Aufgabe vor der Brust. Wir wollen dort zeigen, was in uns steckt.  

Tim Walter: Wir haben heute zu wenig auf den Platz gebracht. Wir hatten unsere Situationen, haben die Konter aber schlecht ausgespielt, dadurch nicht das 2:0 gemacht und stattdessen das 1:1 kassiert. Es war kollektiv zu wenig. Dresden hat versucht, uns hinten reinzudrücken und wir haben gut dagegengehalten. Wir können nicht immer alles spielerisch lösen, aber probieren es immer wieder und genau das ist unser Weg. Wir müssen dahinkommen, dass wir diese Situationen auch auflösen können. Solange wird es immer wieder Situationen geben, die wir auch nicht gelöst bekommen. Das war heute in der Anfangsphase der Fall, aber ansonsten hatten wir unsere Möglichkeiten, die wir cleverer ausspielen können. Am Dienstag erwartet uns nun ein komplett anderes Spiel. Das ist ein Do-or-die-Spiel. Wir wollen auf jeden Fall weiterkommen.    

Alexander Schmidt: Großes Lob und Respekt an meine Mannschaft - sie hat heute alles reingehauen und große Leidenschaft gezeigt. Man hat gemerkt, dass so auch der Funke auf die wenigen Zuschauer rübergesprungen ist. Die Jungs haben es einfach gut gemacht und wir haben dieses Remis verdient.