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Stimmen zum Spiel

22.04.21

"Das war von uns viel zu wenig"

Der Frust saß unglaublich tief, als die HSV-Akteure den Rasen des Hartwaldstadions in Sandhausen verließen. Diese 1:2-Niederlage war verdient und tat richtig weh. Die enttäuschten Stimmen zum Spiel.

Am Ende wäre für den HSV im Zuge der Schlussoffensive sogar fast noch der 2:2-Ausgleich herausgesprungen, doch schlussendlich blieb es am Donnerstagabend (22. April) im Nachholspiel des 29. Spieltags bei der 1:2-Niederlage in Sandhausen. Der SVS hatte sich diesen Dreier mit einer sehr aggressiven und leidenschaftlichen Leistung verdient, wohingegen die Hamburger erst in der Schlussphase besser ins Spiel fanden. Zu spät, so dass Trainer Daniel Thioune und sein Team frustriert und absolut bedient den Rasen verließen. Die Stimmen zum Spiel.

Sven Ulreich: Wir haben die ersten 60 Minuten nicht stattgefunden: Wir haben die Zweikämpfe, die man bestreiten muss, um so ein Spiel zu gewinnen, nicht angenommen. Es ist verdient, dass Sandhausen dann in Führung geht. Sie haben uns vorgemacht, wie man über den ganzen Platz eins-zu-eins verteidigt. Erst ab der 60. Minute haben wir im Hinblick auf das Zweikampfverhalten ins Spiel gefunden. Das müssen wir uns ankreiden lassen und ist unterm Strich total enttäuschend. Das war unser Probelm heute, deshalb gehen wir als Verlierer vom Platz. Es ist eine sehr schmerzhafte Niederlage.

Daniel Thioune: Die Sandhäuser wollten heute ihr Leben auf dem Platz lassen. Sie wussten, dass sie alles rausblasen müssen. Und das war der Unterschied. Die eine Mannschaft hat es mehr gewollt. Wir sind nicht in unsere Abläufe gekommen und erst als das Spiel beim Stand von 0:2 verloren war, haben wir angefangen, Fußball zu spielen. Wir wussten, dass Sandhausen über den ganzen Platz eins-gegen-eins verteidigt und wir viele Räume ziehen müssen, haben aber keine Räume geöffnet und sind nicht in Tempoaktionen gekommen. Dann ist es in der Manndeckung relativ einfach, die Räume wieder zuzustellen. Es war in der ersten Stunde überhaupt keine Herausforderung für den Gegner und damit von uns viel zu wenig. Heute war es eine verdiente Niederlage ohne Aussicht auf Punkte. 

Gerhard Kleppinger: Uns war klar, dass wir in diesem Spiel nur über die Mentalität bestehen können. Das hat von Beginn an hervorragend geklappt, wir hatten nur das Problem, dass wir uns trotz bester Chancen nicht belohnt haben. Dafür waren dann die beiden Tore direkt nach der Halbzeit hochverdient, ebenso wie der gesamte Sieg. Die Mannschaft hat sich ein Sonderlob verdient, denn sie hat toll gearbeitet. Zum Ende hin ließen die Kräfte dann aber ganz schön nach, man darf schließlich nicht vergessen, dass wir zwei Wochen lang in Quarantäne waren, nicht trainieren durften und uns vor drei Tagen erstmals wieder auf dem Trainingsplatz getroffen haben. Umso glücklicher sind wir über diese Leistung und die wichtigen drei Punkte im Kampf gegen den Abstieg.