
Spieltags-Fakten
16.04.26
#SVWHSV: Der Faktencheck zum Nordderby
Historische Bilanz, Umschaltmomente und ein Bremer Ausfall mit Folgen auf die Punkteausbeute – fünf Fakten zur brisanten Partie am 30. Bundesliga-Spieltag.
#1 Bilanz aus 109 Bundesliga-Duellen
Gegen keinen anderen Gegner spielte der HSV in der Bundesliga so häufig wie gegen den SV Werder Bremen – bislang 109-mal. Damit zählt das Nordderby zu den traditionsreichsten Partien des deutschen Fußball-Oberhauses. In der Bilanz liegen die Rothosen bei 35 Siegen, 35 Remis und 39 Niederlagen knapp im Hintertreffen. Dafür erzielten sie mehr Tore als die Bremer: 161:159. Übrigens würde der HSV bei einem Sieg am Sonnabend Historisches schaffen: So wurden erst zweimal (1967/68, 2015/16) beide Saisonspiele gegen die Bremer gewonnen. Mit dem wilden 3:2-Sieg im Volkspark in der Hinrunde haben die Rothosen vorgelegt.
#2 Horst Hrbuesch ist bester HSV-Torschütze im Nordderby
Apropos Tore: Horst Hrubesch ist der beste HSV-Torschütze in den Bundesliga-Duellen mit dem SVW. Die Vereinslegende der Rothosen erzielte sieben Treffer in acht Spielen gegen die Grün-Weißen. „Dieses Duell wollte ich als Spieler immer haben: Das Stadion brummt, es ist etwas los und da sind Emotionen drin. Fußball besteht aus Emotionen – und die müssen bleiben. Deshalb sind die Nordderbys wichtig“, sagte Hrubesch in einem HSV.de-Interview anlässlich seines 75. Geburtstags. Darin sprach er auch über Merlin Polzin, den Frauenfußball und die Olympia-Bewerbung Hamburgs. Hier lesen.
#3 Volles Rohr umschalten
Der HSV und Werder kommen von allen Bundesligisten in dieser Saison am häufigsten nach Kontern zum Abschluss. Die Bremer liegen mit 41 Schüssen auf diese Weise ganz vorne, während die Rothosen mit 35 Schüssen direkt dahinter liegen. Dabei erzielte der HSV zehn Kontertore und damit – genauso wie der FC Bayern München – die meisten in der Liga. Der SVW hingegen kommt gerade mal auf drei (ligaweit Rang 13).
#4 Werder punktet ohne Kapitän Marco Friedl weniger
Die Bremer müssen das Derby ohne ihren Kapitän Marco Friedl bestreiten, der bei der 1:3-Niederlage in Köln am vergangenen Spieltag die Rote Karte sah. Das ist statistisch interessant, weil der SVW ohne den Österreicher durchschnittlich weniger punktet als mit ihm. So gab es mit Friedl in der Startelf 44 Punkte aus 25 Spielen (im Schnitt 1,8 pro Partie), ohne ihn nur sieben aus neun (0,8).
#5 HSV und Werder – statistisch keine Lauf-Könige
Eine Vorbereitung auf den am 26. April in Hamburg stattfindenden Marathon dürfte das Nordderby wohl eher nicht sein, denn beide Teams sind mit Blick auf die Statistik alles andere als die Lauf-Könige der Liga. Der HSV legte bislang im Durchschnitt 114,6 Kilometer pro Partie zurück und damit die geringste Distanz aller Mannschaften, während es bei Werder 117,5 Kilometer (ligaweit Rang 16) sind. Allerdings ist hierbei zu berücksichtigen, dass die beiden aufgrund von sieben (HSV) beziehungsweise vier (Werder) Gelb-Roten/Roten Karten häufiger mit weniger als elf Spielern auf dem Platz standen.
