
Saison
28.04.26
Trainingsstart vor Frankfurt mit mehreren Rückkehrern
Zum Start in die Trainingswoche vor dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt durfte Cheftrainer Merlin Polzin gleich mehrere Gesichter zurück auf dem Trainingsplatz begrüßen, darunter Yussuf Poulsen und Luka Vuskovic, die jeweils Teilbelastungen absolvierten.
Endspurt in der Bundesliga: Am kommenden Sonnabend eröffnen gleich zehn Mannschaften den 32. Spieltag zur traditionellen Anstoßzeit um 15.30 Uhr. Mit von der Partie ist der Hamburger SV, der im Deutsche Bank Park in Frankfurt zum 100. Mal in einem Bundesliga-Spiel auf die Eintracht vom Main trifft (ab 15.15 Uhr live im HSVnetradio). Für die Rothosen ist es die nächste Möglichkeit, einen entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen und damit das erklärte Saisonziel im ersten Jahr der Rückkehr ins Oberhaus zu erreichen.
Dafür müssen die Schützlinge von Cheftrainer Merlin Polzin, die sich zuletzt im Heimspiel gegen den Champions-League-Anwärter aus Hoffenheim (1:2) klar formverbessert zeigten, den Trend von zuletzt drei Niederlagen in Folge stoppen. „Für mich ging es darum, wieder eine bessere Leistung und eine Mannschaft auf dem Platz zu sehen, die allen HSVern das Gefühl gibt, voll da zu sein. Diesen Eindruck hatte ich während des Spiels und auch in der Analyse im Nachgang. Es war eine gute Leistung, hat aber noch nicht für Punkte gereicht. Wir sind maximal gewillt, das jetzt am Samstag besser zu machen“, erklärte der 35-Jährige am Dienstagnachmittag zum Start in die Trainingswoche in einer Medienrunde voller Zuversicht.

Vuskovic individuell, Poulsen teilintegriert, Rössing-Lelesiit und Dompe voll dabei
Zuvor durfte der gebürtige Hamburger auf dem Platz einige Trainingsrückkehrer begrüßen: Während Alexander Rössing-Lelesiit und Jean-Luc Dompe das volle Teamtraining absolvierten und sich damit einer Kader-Rückkehr weiter nähern, stieg Kapitän Yussuf Poulsen wieder teilintegriert ein. Alle drei durften zum Start der Einheit durch den berüchtigten Mannschaftstunnel. „Bei Yussi war es heute noch etwas reduzierter. Wir werden ihn in dieser Saison wahrscheinlich nicht mehr auf 100 Prozent kriegen, aber er hat alles dafür gegeben, um unbedingt der Mannschaft noch helfen zu können. Das wird nicht reichen, um noch dreimal 90 Minuten zu spielen, aber wenn du einen Yussuf Poulsen als Joker und Finisher reinbringen kannst, dann hilft das jeder Bundesliga-Mannschaft. Das ist der klare Plan bei ihm. Zudem sind Alex und Jean-Luc voll drin im Teamtraining. Das sind gute Nachrichten“, sagte Polzin.
„Es macht etwas mit der Mannschaft und unserem Zusammenhalt, wenn es auf dem Platz wieder voller wird.“
Für diese sorgte obendrein auch Innenverteidiger Luka Vuskovic, der erstmals nach seiner Knieprellung wieder auf den Plätzen im Volkspark zu sehen war und eine individuelle Einheit mit Reha-Coach Sebastian Capel absolvierte. „Die Hoffnung ist da, dass wir die Belastung bei ihm nun nach und nach steigern können. Wir wollen ihn vernünftig aufbauen. Es sind noch drei Spiele zu gehen, sodass wir genau abwägen müssen. Es gibt uns ein gutes Gefühl, dass wir wissen, dass seine Schmerzen nachgelassen haben, er die nächsten Schritte gehen konnte und unbedingt auf den Platz will. Was das für Samstag bedeutet, müssen wir abwarten“, so Polzin, der mit Blick auf alle Rückkehrer nachschob: „Es macht etwas mit der Mannschaft und unserem Zusammenhalt, wenn es auf dem Platz wieder voller wird. Alle arbeiten am Limit und das wird am Ende auch belohnt.“
Darüber hinaus steuerten die Hamburger zum Wochenstart nach Absprache gezielt die Belastungen bei Robert Glatzel, Nicolas Capaldo und Bakery Jatta. Gänzlich abwesend war mit Außenverteidiger Miro Muheim nur eine Rothose. Der Schweizer absolviert derzeit einen Teil seiner Reha aufgrund seiner Syndesmoseverletzung in München. Entsprechend positiv blickte Polzin auf die nächsten Trainingstage, den Saisonendspurt und dessen nächste Aufgabe in Frankfurt: „Wir haben einen sehr realistischen Blick auf die Gesamtsituation: Wir haben noch drei Spiele zu gehen, fünf Punkte Vorsprung und können mit unserer Mannschaft und unserer Art und Weise immer ein Fußballspiel gewinnen. Jetzt zählt erst mal nur Frankfurt und die Kraft des Hier und Jetzt. Es dreht sich für uns im Team und Staff derzeit alles darum, was wir heute gezielt machen und beeinflussen können, um bestmöglich zu performen.“
