
Stimmen zum Spiel
14.02.26
„Unsere Mentalität war heute unglaublich“
Der Hamburger SV nimmt das erwartete Kampfspiel gegen Union Berlin voll an und belohnt sich mit einem 3:2-Heimsieg und drei wichtigen Zählern – die Stimmen zum Spiel.
Nicolas Capaldo: Es fühlt sich immer gut an, sein erstes Tor für ein neues Team erzielt zu haben. Viel wichtiger ist aber, dass wir heute den Heimsieg eingefahren haben – ein toller Erfolg für die ganze Mannschaft. Wir wussten, dass wir auf eine sehr kämpferische Mannschaft treffen, die viel über lange Bälle spielt und über physisch starke Stürmer verfügt. Letztlich haben wir etwas leiden müssen, konnten das Spiel aber erfolgreich drehen. Jeder ist froh über die Tore von Ransi. Wir haben nie an ihm gezweifelt und wissen um seine Qualitäten. Umso schöner ist es, dass er das zeigen und sich jetzt mit Treffern belohnen konnte.
Robert Glatzel: Ich habe mich riesig darüber gefreut, wieder von Beginn an dabei sein zu dürfen. Die Verletzungspause war am Ende doch etwas länger. Es war ein super Tag mit dem Heimsieg. Ich wusste, was mich heute gegen Union Berlin erwartet – das war etwas Championship-Fußball (zweite englische Liga, Anm. d. Red.), der mich sehr an meine Zeit in England erinnert hat. Wir haben das Spiel und den Matchplan dazu als Team überragend umgesetzt, uns in jeden langen Ball reingehauen und mit allem verteidigt. Ransi hat sich toll entwickelt und war heute unser Matchwinner in einem Bundesliga-Spiel. Ich freue mich für ihn persönlich. Es waren sicherlich keine einfachen Wochen für ihn, und dann ist es irgendwie typisch Stürmer: Er hat letzte Woche bereits getroffen und auch heute der Mannschaft mit seinen Treffern geholfen.
„Solch ein Momentum brauchst du, um das Spiel zu gewinnen“
Nicolai Remberg: Es ist ein wichtiger und auch verdienter Dreier, mit dem wir Union Berlin jetzt überholen konnten. Es war ein toller Fight von beiden Mannschaften. Die Szene zum 2:1 ist typisch Fußball: Jordan stört Ilic noch im letzten Moment, sodass er daneben schießt, und kurz danach fällt das Tor für uns. Solch ein Momentum brauchst du, um das Spiel zu gewinnen. Am Ende haben wir mit jedem Mann gekämpft, jeder hat sich in der Nachspielzeit reingehauen, nachdem wir zuvor noch einmal den Anschlusstreffer kassiert hatten. Du musst solch ein Spiel einfach ziehen, weil es das gewohnte Kampfspiel war. Ich bin enorm stolz auf die Mannschaft.
Luka Vuskovic: Wir haben viele unserer Duelle gewonnen und viele zweite Bälle geholt. Unsere Mentalität war heute einfach unglaublich. Wir sind in Rückstand geraten und haben uns danach noch mehr gepusht und ins Spiel zurückgekämpft. Die drei Punkte sind am Ende der verdiente Lohn.
„Es spricht für uns, wie wir diese Situation angenommen haben“
Daniel Heuer Fernandes: Es ist ein verdienter Sieg für uns, weil wir die bessere Mannschaft waren. Wir haben in der ersten Halbzeit gut Fußball gespielt und sind dann in Rückstand geraten, aber es spricht für uns, wie wir diese Situation angenommen haben und zurückgekommen sind. Wir waren weiter mutig. Wir haben gegen einen intensiven Gegner gespielt und unsere Leistung hat gestimmt. Ich bin glücklich über die Art und Weise, wie wir heute das Spiel gewonnen haben.
Merlin Polzin: Wir sind gut ins Spiel gestartet, aber Union Berlin hat uns vor große Herausforderungen gestellt und das haben wir zu spüren bekommen. Nach dem Gegentor haben wir gesehen, wofür unsere Mannschaft steht. Das 1:1 ist astrein herausgespielt. Danach hätten wir eigentlich in Rückstand geraten müssen, aber wir können das Spiel sogar drehen. Mit dem 3:1 haben wir uns ein Stück weit zu sicher gefühlt und zu spüren bekommen, dass die Qualität von Union als Mannschaft und der Spieler sehr hoch ist. Deshalb wurde es zum Ende spannender, als wir es uns erhofft hatten. Wir wollten dieses Spiel anlässlich des Jubiläums zum 1887. Bundesliga-Spiel zu etwas Besonderem machen und gewinnen. Letztlich wurde es der nächste Heimsieg und darüber bin ich sehr froh.
Steffen Baumgart: Es war ein Spiel, das dem HSV durch unsere Fehler in die Karten gespielt hat. Wir gehen mit 1:0 in Führung und kassieren im Anschluss nach zwei Umschaltsituationen Gegentreffer. Wir hatten mehr als einmal die Möglichkeit zum 2:2, aber geraten 1:3 in Rückstand. Wir sind drangeblieben und haben alles versucht, das Spiel zu drehen, aber wir treffen zu spät zum Anschluss. Am Ende sind wir nach dem Spielverlauf als verdienter Verlierer vom Platz gegangen.
