
Stimmen zum Spiel
23.01.26
„Viel Kontrolle, aber nicht belohnt“
Ein intensives Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV endet mit einem torlosen Unentschieden. Die Stimmen zum Spiel.
Nicolai Remberg: Wir hatten vor allem in der ersten Hälfte klar die Spielkontrolle, haben uns vorn aber wie zuletzt gegen Gladbach wieder nicht belohnt. Wir kommen immer gut durch, aber uns fehlt der letzte Pass sowie die klare Entscheidung und Überzeugung vor dem Tor. Es müsste einfach mal ein Ball durchrutschen, dann können wir auch offensiv wieder in einen Flow kommen. Nach der ersten Halbzeit ist ein Zähler ein Tick zu wenig für uns, aber letztlich ist das 0:0 wohl ein gerechtes Ergebnis. Es ist wieder ein Punkt, wir haben erneut zu Null gespielt.
Luka Vuskovic: Hier auswärts einen Punkt zu holen, ist in Ordnung. Dennoch sind wir enttäuscht, weil wir heute über weite Phasen ein gutes Spiel gemacht haben und somit auch drei Punkte verdient gehabt hätten. Wir hatten unsere Chancen, es hat leider ein wenig gefehlt – auch bei meinem Kopfball. Wir nehmen den Punkt jetzt mit und bereiten uns auf das nächste Spiel gegen Bayern München bestmöglich vor.
Daniel Heuer Fernandes: Wir waren in meinen Augen die bessere Mannschaft: stabil, kontrolliert und mit ein paar Chancen. Leider waren wir im letzten Drittel nicht zwingend genug. Am Ende ist ein Punkt zu wenig, weil wir heute natürlich den Sieg wollten. Die Gesamtleistung war dennoch positiv, auch wenn wir in Zukunft etwas zwingender sein müssen.
Merlin Polzin: Wir haben einen guten Start erwischt, mit viel Spielkontrolle und Dominanz am Ball. Immer wieder haben wir versucht, die richtigen Räume zu bespielen. Dass es nicht einfach war, lag nicht nur an den Temperaturen oder an unserem Unvermögen, sondern auch an St. Paulis guter Art zu verteidigen. In der ersten Halbzeit hatte ich zu jeder Zeit das Gefühl, dass wir vor allem in den Zweikämpfen und bei Ballverlusten zur Stelle waren. Bei Kontern hätten wir – gerade in Spielen wie heute – zwingender sein müssen. Das ärgert mich sehr. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel offener. So nehmen wir den Punkt gern mit, auch wenn wir mit dem Ergebnis unzufrieden sind. Für unseren Prozess war es ein stabiler Auftritt, auf den wir aufbauen können.
Alexander Blessin: In der Summe war es zu wenig von uns, und das enttäuscht mich. Das Spiel hat mich überhaupt nicht erwärmt. Besonders in der ersten Halbzeit sind wir überhaupt nicht gut reingekommen. Ich hatte das Gefühl, der HSV wollte nicht und wir konnten nicht. Wir haben nur reagiert und nicht agiert. Immerhin haben wir nicht viel zugelassen. Später sind wir besser ins Spiel gekommen. Wir haben uns gute Chancen herausgespielt, aber wir waren zu fahrlässig. Trotzdem ist es ein Punkt. Wir wissen nicht, wie wertvoll dieser noch sein kann.
