skip_navigation

Nachbericht

30.04.21

„Wir reden nichts schön – schenken aber auch nichts ab“

Am Tag nach dem 1:1-Remis gegen den Karlsruher SC äußerten sich HSV-Vorstand Jonas Boldt und Sportdirektor Michael Mutzel zu allen relevanten Themen rund um die Rothosen.

Während die HSV-Profis am Tag nach dem 1:1-Remis gegen den Karlsruher SC das Auslaufen respektive Spielersatztraining absolvierten, standen HSV-Vorstand Jonas Boldt und Sportdirektor Michael Mutzel den anwesenden Sportjournalisten in einer Medienrunde Rede und Antwort. Die Verantwortungsträger beantworteten in diesem Rahmen alle Fragen rund um die sportliche Gesamtsituation der Rothosen.
 
Im Detail sprach Jonas Boldt über…

… die sportliche Situation: Wir haben uns im vergangenen Sommer ganz bewusst für einen Weg entschieden, der in der Vergangenheit nicht immer so praktiziert wurde. Wir haben nachhaltig geplant, Transferüberschüsse erwirtschaftet und sind trotz der Corona-Phase wirtschaftlich nicht so bedroht wie andere Clubs. Natürlich würde ein Aufstieg trotzdem helfen, gerade in Bezug auf die Fernsehgelder. Daher sind wir mit Blick auf die letzten Ergebnisse total enttäuscht. Dennoch sieht unser gemeinsamer Weg vor, dass nicht alles zusammenfällt, wenn wir nicht aufsteigen. Damit will ich aber natürlich nichts schönreden, zumal die Saison noch nicht zu Ende ist. Wir werden nichts abschenken.

… die Kultur des Clubs: Wir haben im vergangenen Sommer die Entscheidung getroffen, einen Weg der Entwicklung zu gehen. Das fängt bei mir als sportlich Verantwortlichem an und zieht sich durch den ganzen Club. Eine Kulturveränderung kriegt man aber nicht von heute auf morgen rein. Wenn wir die Ruhe bewahren, dann werden wir auf Strecke Erfolg haben. Davon bin ich überzeugt.

Darüber hinaus redete Michael Mutzel über… 

… das Remis gegen Karlsruhe: Als das Tor für uns gefallen ist, hatte ich das Gefühl, dass wir das unbedingt gebraucht haben. Das Gegentor, das quasi im Gegenzug gefallen ist, hat uns dann aber das Genick gebrochen. Danach sind wir wackliger geworden und haben es nicht mehr geschafft, das Spiel zu gewinnen. Manche Spieler wollten vielleicht zu viel, deswegen hat eine gewisse Lockerheit gefehlt, die wir früher in der Saison schon hatten. Natürlich spielt der Kopf da eine Rolle. Im Laufe dieser Serie haben wir schon gesehen, wie gut die Mannschaft offensiv und defensiv arbeiten kann, aktuell bekommen wir diese Qualität allerdings nicht auf den Platz.  

… über die Tabellenkonstellation: Wenn wir unsere Spiele nicht gewinnen, brauchen wir nicht auf die anderen Ergebnisse zu schauen. In der Liga kann Jeder jeden schlagen, es gibt keine einfachen Spiele. Das Entscheidende ist aber, dass wir unsere Partien erfolgreich bestreiten. Dafür haben wir noch drei Spiele Zeit. Ab Montag müssen wir die Köpfe freikriegen und auf Angriff schalten.