
Der HSV ist zurück in Hamburg. Gestern Nachmittag (23. November) landete der Rothosen-Tross nach seiner zehntägigen (13.-22.11.) USA-Reise wieder auf dem Helmut-Schmidt-Flughafen in der im Vergleich zu Los Angeles kalten Hansestadt. Doch beim Blick auf die zurückliegende Zeit in Kalifornien wird den Verantwortlichen auch im Nachgang warm ums Herz. Mit zwei gewonnenen Testspielen (1:0 vs. OCSC; 7:0 vs VC Fusion), zahlreich geknüpften Kontakten, durchgeführtes Schul- und Fußballschulen-Trainingseinheiten, besuchten Spielen der amerikanischen Top-Sportarten Football und Basketball (LA Chargers, UCLA und LA Lakers) sowie kulturellen Highlights wie eine Hollywood-Tour und Besuche an den berühmten Stränden von Venice und Malibu Beach kann ein sehr positives Fazit der Reise gezogen werden.

"Einmalige Erlebnisse" - Tim Walter (li.) und Jonas Boldt beim Besuch des SoFi Stadiums.
"Die Eindrücke werden hängenbleiben"
„Es hat allen sehr viel Spaß gemacht und war eine sehr gute Abwechslung für das gesamte Team. Wir haben alle mitgenommen und noch einmal zusammengeführt. Das ist ein Punkt, den wir brauchen, um etwas zu erreichen. Wir können es nur als Mannschaft schaffen. Deshalb brauchen wir alle dafür. Wie die Jungs zusammen unterwegs waren und Eindrücke sammeln konnten, war schön zu sehen. Wir haben auch trainiert, aber ihnen auch viel Freiraum gelassen“, blickt Tim Walter sehr zufrieden auf die Tage zurück.
„Die Reise hat zum Teambuilding beigetragen“, sagt auch Jonas Boldt. „Die Spieler mussten sich teilweise selbstständig organisieren. Es ist sehr interessant, das zu sehen. Sie haben zudem viele Eindrücke mitbekommen. Das wird hängenbleiben.“

Bleibender Fußabdruck: Jonas Boldt beim letzten Feinschliff des HSV-Graffitis in Los Angeles.
Positionierung für die kommenden Jahre
Gewinnbringend sollen auch die Erfahrungen und Erkenntnisse, die Boldt und die anderen Verantwortlichen des Clubs im Austausch mit den US-Vereinen, Agenturen oder möglichen Sponsoren gesammelt haben, eingesetzt werden. „Es ist sehr gut gewesen, sich über bestimmte Abläufe im US-Markt ein Bild zu machen und zu verstehen, wie einige Dinge hier laufen, um daraus evtl. Ideen für die Zukunft mitzunehmen“, erklärt Boldt.
Mögliche weitere Schritte müsse man in den nächsten Monaten bewerten. „Du fliegst nicht einmal rüber und nimmst Geld mit. Das hat mit Positionierung in den kommenden Jahren zu tun“, weiß der Vorstand um die große Herausforderung, langfristig etwas im internationalen Markt aufzubauen. Auf Einladung des deutschen Konsuls in Los Angeles flog Boldt zusammen mit Finanzdirektor Eric Huwer auch noch weiter nach San Francisco, um im Silicon Valley weitere Termine wahrzunehmen.
Wie nachhaltig die USA-Kontakte bleiben, wird die Zukunft zeigen. Um aber die ersten Schritte zu gehen, war dieser Trip ein gelungener Auftakt. Und in Kalifornien hat der HSV nicht nur durch seine Anwesenheit Eindruck hinterlassen, sondern mit einem Graffitti in Downtown Los Angeles auch einen (vorerst) bleibenden Fußabdruck hinterlassen.
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