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Nachbericht

31.10.21

Konsequen(z)t trainieren

Der HSV bleibt im zehnten Spiel in Folge ungeschlagen, muss aber weiter an seiner Cleverness arbeiten, um noch erfolgreicher zu sein. 

Nach dem Last-Minute-Erfolg in Paderborn (2:1) und dem Weiterkommen im DFB-Pokal gegen den 1. FC Nürnberg (5:3 n.E.) konnte der HSV seine Englische Woche im Heimspiel gegen Holstein Kiel leider nicht vergolden. Nach den 90 Minuten mussten sich die Rothosen vor 39.543 Zuschauern im Volksparkstadion mit einem 1:1-Unentschieden gegen die Störche begnügen. Es war bereits die fünfte Punkteteilung im sechsten Heimspiel. Entsprechend zweigespalten fiel auch die Reaktion der Spieler, Trainer und Anhänger aus. „Uns ärgern diese Unentschieden auch extrem“, sagt Jonas Meffert nach der Regenerationseinheit am Sonntag. „Wir erwarten wie die Fans auch ein Sieg im eigenen Stadion. Es macht aber keinen Sinn, sich das jetzt jede Woche zu sagen und lange zu ärgern. Wir arbeiten weiter daran, dass es klappt“, führt der Mittelfeldspieler aus.

Der Trainer schlug am Abend davor in die gleiche Kerbe. „Wir haben alles versucht und reingehauen, sind wieder über 120 Kilometer gelaufen, daher kann ich meiner Mannschaft was Leidenschaft angeht keinen Vorwurf machen“, so Tim Walter, der aber genauso auf der Suche nach den Gründen ist, warum es seine Mannschaft noch nicht schafft, einen Vorsprung auch ins Ziel zu bringen. „Wir hätten nach dem frühen Führungstor das Spiel mehr für uns gestalten müssen. Wir waren dann zu verspielt, zu inkonsequent, haben dann auch schlechte Entscheidungen vor dem Tor getroffen und schlussendlich den Deckel nicht drauf gemacht.“ 

"Wir sind noch nicht so abgezockt"

Eine Analyse, die nicht zum ersten Mal in dieser Saison getroffen wurde. Ungeduld kommt bei den Verantwortlichen dennoch nicht auf. „Wir sind noch nicht so abgezockt. Das hat man in den letzten Wochen gesehen. Das Alter und die Erfahrung in solchen Situationen sind ein ausschlagebener Punkt. Das ändert man nicht von heute auf morgen. Wir arbeiten hart daran, das zu lernen“, erklärt Walter, der dies immer wieder in die Mannschaft trägt. „Effektiver und konsequenter zu werden, trainieren wie sehr viel im Training und der Trainer gibt uns viele Lösungen an die Hand. Die sind aber nicht so einfach umzusetzen. Das braucht einfach seine Zeit,“ sagt Meffert und ergänzt, das Glas aufgrund der vielen Unentschieden nicht als halbleer anzusehen. „Wir sind zehn Spiele ungeschlagen und haben insgesamt erst ein Spiel verloren. Natürlich könnte es auch mehr sein. Wir arbeiten daran, uns für die Leistungen noch mehr zu belohnen. Doch in Summe war es eine gute Woche“, findet Meffert – auch wenn sie mit einem Sieg hätte vergoldet werden können.