
Vorbericht
13.02.26
Vorhang auf für das 1887. Bundesliga-Spiel
Wenn der Hamburger SV am Sonnabend auf den 1. FC Union Berlin trifft, wird Geschichte geschrieben. Für die Rothosen ist es das 1887. Spiel in der Bundesliga. Der „Spieltag kompakt“ hält alle Infos zu dieser besonderen Partie bereit.
Wie besonders kann ein Spiel zwischen dem Tabellenelften und dem Tabellenneunten nach rund zwei Dritteln der Saison schon sein? In diesem Fall sogar sehr besonders! Der Hamburger SV bestreitet gegen den 1. FC Union Berlin am Sonnabend (14. Februar, Anstoß: 15.30 Uhr) passend zu seinem Gründungsjahr das 1887. Bundesliga-Spiel seiner Geschichte.
Als wäre das nicht schon genug, hält der Spieltag noch weitere Geschichten bereit. Mit Gäste-Trainer Steffen Baumgart kehrt ein alter Bekannter ins Volksparkstadion zurück. Ausgerechnet in diesem historischen Spiel trifft der 54-Jährige zum ersten Mal auf den Club, für den seit klein auf sein Herz schlägt und für den er von Februar bis November 2024 als Cheftrainer aktiv war. Zudem hat HSV-Legende Kevin Keegan Geburtstag. Die „Mighty Mouse“, die zu den prägendsten Figuren der Vereinsgeschichte zählt, wird 75 Jahre alt.
Ist der Spieltag historisch und emotional aufgeladen, gibt es trotzdem maximal drei Punkte zu holen – und diese sind das Ziel im Kampf um den Klassenerhalt. Wie die Rothosen im siebten Heimspiel in Serie ungeschlagen bleiben wollen, wie die Personallage aussieht und was den Gegner auszeichnet, verrät der „Spieltag kompakt“.

Das Personal
Zunächst einmal steht Vizekapitän Nicolas Capaldo wieder zur Verfügung. Der Argentinier hatte den 2:0-Auswärtssieg in Heidenheim am vergangenen Spieltag wegen einer Gelbsperre verpasst. Dafür fallen Albert Sambi Lokonga, Albert Grönbaek und Alexander Rössing-Lelesiit verletzungsbedingt aus.
Für Fabio Balde dürfte das Heimspiel gegen Union Berlin noch zu früh kommen, nachdem er nach seiner Sehnenreizung im Oberschenkel erst kürzlich wieder ins Teamtraining eingestiegen ist, wie HSV-Co-Trainer Loic Fave in der Pressekonferenz erklärte. Dagegen sei Kapitän Yussuf Poulsen erstmals seit seiner Sprunggelenksverletzung Mitte Dezember wieder eine Option für den Kader. Die finale Entscheidung beim 31-jährigen Dänen und bei den restlichen Spielern, darunter auch Flügelspieler Jean-Luc Dompe, der nach seiner Suspendierung wieder voll im Teamtraining ist, fällt nach dem Abschlusstraining am Freitag.

Der Gegner
Vor dem 22. Spieltag ist Union Berlin Neunter und hat mit 25 Zählern drei mehr eingefahren als der HSV, der auf Tabellenplatz 11 liegt. Trainiert werden die Hauptstädter von Steffen Baumgart, der zwischen Februar und November 2024 HSV-Chefcoach war. Zum ersten Mal trifft der 54-Jährige auf die Rothosen, nachdem er beim 0:0-Unentschieden am 3. Spieltag in der Hinrunde wegen einer Rotsperre nicht an der Seitenlinie gestanden hatte. „Ich freue mich auf ein sehr emotionales und interessantes Spiel und kann sagen, dass schon eine große Aufregung mitschwingt“, sagte Baumgart im HSV.de-Interview. Seit Januar 2025 steht der gebürtige Rostocker bei Union Berlin an der Seitenlinie und unter seiner Leitung wurden in wettbewerbsübergreifend 43 Pflichtspielen durchschnittlich 1,28 Punkte pro Partie eingefahren.
In diesem Kalenderjahr warten die Eisernen noch auf ihren ersten Sieg. Nach sechs Spielen stehen vier Unentschieden und zwei Niederlagen zu Buche. Zuletzt hat Union Berlin am 15. Spieltag mit 1:0 beim 1. FC Köln gewonnen – das war vor mehr als sieben Wochen. Trotzdem müssen sich die Rothosen auf eine unangenehme Partie einstellen. „Union Berlin steht sehr klar für eine bestimmte Art von Fußball. Steffen Baumgart weiß genau, was diese Mannschaft auszeichnet und wo ihre Stärken liegen. Wir werden viel Geduld brauchen, um diesen kompakten und tief stehenden Gegner zu bespielen. Das haben ihre letzten Wochen und Spiele gezeigt“, weiß HSV-Co-Trainer Loic Fave.
Union Berlin gastiert erst zum zweiten Mal überhaupt für ein Pflichtspiel im Volksparkstadion. Das bislang einzige Aufeinandertreffen in Hamburg endete mit einem 2:2-Unentschieden am 14. Spieltag der Saison 2018/19 – für den HSV war es die erste Saison in der 2. Bundesliga, für die Köpenicker die letzte. Seitdem haben sich die Eisernen eine Spielklasse höher etabliert und erreichten in sechs Saisons Endplatzierungen zwischen 4 und 15.

Das Stadionerlebnis
Am Sonnabend wird im Volksparkstadion Geschichte geschrieben, wenn der Hamburger SV sein 1887. Bundesliga-Spiel bestreitet. Als erst siebter Verein im deutschen Fußball-Oberhaus erreicht der HSV die Anzahl an Partien passend zum Gründungsjahr. Zuvor durften Werder Bremen, der FC Bayern München, der VfB Stuttgart, Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach und zuletzt Eintracht Frankfurt dieses Jubiläum feiern.
Bei den bisherigen Heimspielen in dieser Saison war das Stadion stets zu 100 Prozent ausgelastet, womit der HSV einer von fünf Vereinen in der Liga ist, der das von sich behaupten kann. Auch für die Partie am Sonnabend sind alle Tickets wieder restlos ausverkauft. Überhaupt kamen seit 58 Spielen in Folge – also seit mehr als drei Jahren (!) – mindestens 50.000 Zuschauer in den Volkspark.
In dieser Saison holten die Rothosen 16 ihrer 22 Punkte vor heimischer Kulisse (Platz 8 in der Heimtabelle) und verloren nur zwei Spiele. Derzeit ist der HSV seit sechs Partien im Volksparkstadion ungeschlagen – und diese Serie soll am Sonnabend fortgesetzt werden. Am liebsten mit einem Sieg zum 1887-Jubiläum.
Der Spieltag beim HSV
Das Heimspiel gegen Union Berlin wird live auf Sky sowie in der Konferenz auf DAZN übertragen. Darüber hinaus seien euch aber selbstverständlich auch die weiteren verschiedenen und vielfältigen HSV-Kanäle ans Herz gelegt, auf denen ihr die Partie ebenfalls live verfolgen könnt.
HSVnetradio – Mit viel Fachkompetenz, einer Prise Humor und natürlich blau-weiß-schwarzer Brille ist das HSVnetradio live vor Ort für euch dabei, begleitet für euch das Spielgeschehen und bringt euch die Partie nach Hause oder unterwegs auf euer Smartphone. Oder auch auf den Alexa-Sprachassistenten, denn der Stream ist auch über unseren HSV-Alexa-Stream abrufbar. Einfach „Alexa, öffne HSV“ bei den Amazon Sprachassistenten sagen und los geht's!
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