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HSV II

20.11.16

2:1 beim VfB Oldenburg! Törles Knöll knallt die U21 zum Sieg

Im letzten Spiel der Hinrunde erzielte Torjäger Törles Knöll einen Doppelpack.

Am 17. Spieltag der Regionalliga Nord feierte die U21 des HSV beim favorisierten VfB Oldenburg den siebten Saisonsieg. Vor 1.600 Zuschauern im Oldenburger Marschwegstadion erzielte Torjäger Törles Knöll seine Saisontore sieben und acht und wurde nach dem Siegtreffer von seinen Kollegen in unter einer Jubeltraube begraben. Die Mannschaft von Trainer Dirk Kunert beendet die Hinrunde als Tabellenzehnter mit einem beruhigenden Abstand nach unten – und Kontakt nach oben. Drei Spiele werden in diesem Jahr noch ausgetragen.

Janjicic spielt Knöll frei - der bleibt cool

Ohne Profi-Unterstützung ließ Kunert seine Elf im 4-3-3-System agieren. Im Tor gab Morten Behrens sein Saisondebüt, für Leon Deichmann verteidigte Kerim Carolus, ansonsten vertraute Kunert der gleichen Elf, die zuletzt Eintracht Norderstedt mit 1:0 besiegte. Der 19-Jährige Keeper Behrens machte seine Sache übrigens gut, vor allem im zweiten Durchgang. In den ersten 45 Minuten hatte Behrens allerdings nur wenig zu tun. Bis auf einen Distanzschuss vom Muhittin Bastürk (37.), der die Latte streifte, hatte der Gastgeber offensiv nicht viel zu bieten. Das lag aber auch daran, dass die Hamburger gut verschoben, die Räume dichtliefen und die Zweikämpfe hart führten. Vor allem die Innenverteidiger Oliver Oschkenat und Kerim Carolus sowie Sebastian Haut und Dren Feka im defensiven zentralen Mittelfeld brachten Stabilität ins Spiel der Rothosen, die den ersten Schuss durch Feka nach fünf Minuten zu verbuchen hatten. Gleich die zweite Torchance zappelte dann im Netz des VfB. Der starke Vasilije Janjicic spielte Törles Knöll im Strafraum gut frei, der legte sich die Kugel zurecht und zirkelte diese anschließend ins lange rechte Eck. Ein wirklich schönes Tor und unter dem Strich eine verdiente 1:0-Pausenführung für die Gäste.

Behrens hält stark - vorne trifft Knöll

Die Halbzeitansprache von Oldenburgs Trainer Dietmar Hirsch fiel dem Spielstand entsprechend ein wenig lauter aus als sonst – und seine Mannschaft steigerte sich im zweiten Durchgang, verschärfte das Tempo und profitierte nach 63 von einer fragwürdigen Freistoßentscheidung von Schiedsrichter Timo Happel. Daniel Franziskus brachte den Ball aus 30 Metern in Richtung HSV-Tor, Sebastian Haut fälschte unglücklich ab und ließ Keeper Behrens keine Chance – 1:1. Acht Minuten später hielt Behrens seine Elf dann das 1:1 fest, als er im direkten Duell gegen Oldenburgs Christopher Kramer Sieger blieb. Es war die stärkste Phase der Gastgeber, die in der 77. Minute eine weitere Großchance ausließen. Thorsten Tönnies war auf der linken Angriffsseite durchgebrochen, setzte den Schuss aus zehn Metern aber ans Außennetz. In der 80. Minute klärte Oliver Oschkenat in letzter Sekunde vor einem einschussbereiten Oldenburger im Fünfmeterraum. Die Spannung zog sich also bis in die Endphase der Partie, auch weil Adel Daouris Schussversuch in der 75. Minute über das VfB-Tor ging. Dann kam die 88. Spielminute. Einen langen Ball von Janjicic verlängerte der eingewechselte Vesel Limaj mit dem Kopf. Törles Knöll drang in den Strafraum ein, wurde schon elfmeterreif festgehalten, setzte sich trotzdem gegen seinen Gegenspieler durch und versenkte den Ball mit einem unbändigen Willen im Oldenburger Kasten. Als auch die vierminütige Nachspielzeit inklusive eines kribbeligen Freistoßes, einer Rettungsaktion kurz vor der Linie von Carolus und einem letzten Eckball überstanden war, war der Jubel groß im Lager der Hamburger. „Ich bin sehr zufrieden. Wir haben eine stabile erste Halbzeit gespielt. Im zweiten Durchgang hat Morten Behrens einmal stark gehalten, einmal hatten wir etwas Glück. Mich freut, dass wir nach dem Ausgleich noch einmal zurückgeschlagen haben. Dieser Sieg fühlt sich sehr gut an, die Mannschaft hat sich den Erfolg verdient“, meinte Dirk Kunert nach dem Spiel. Zwei Wermutstropfen gab es allerdings: Oschkenat sah seine fünfte gelbe Karte und fehlt kommende Woche gegen den TSV Havelse und Sebastian Haut musste mit einer Nasenverletzung ausgewechselt werden.

Statistik zum Spiel VfB Oldenburg - HSV II

Oldenburg: Wetzel – Hakansson, Lach, Azong (13. Kramer), Meunier (46. Eiter) – Pollasch, Temin (61. Waldow), Tönnies, Aug – Franziskus, Bastürk.

HSV II: Behrens - Mundhenk, Oschkenat, Carolus, Brand – Janjicic, Haut (72. Jurcher), Feka – Daouri, (81. Limaj), Ronstadt (90+2. Strompen), Knöll. Weiter im Kader: Dehmelt, Deichmann, Ito, Njie.

Tore: 0:1 Knöll (18.), 1:1 Franziskus (63.), 1:2 Knöll (88.); Schiedsrichter: Timo Hippel; Zuschauer: 1.600; Gelbe Karten: Bastürk, Tönnies, Lach/ Behrens, Oschkenat (5), Carolus, Strompen