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Nachwuchs

24.04.17

(K)ein Déjà-vu

U19 verspielt Führung, gewinnt am Ende doch und schiebt sich auf Platz drei - U17 wird mit Lob überschüttet - Jüngsten sammeln reichlich Erfahrung

Für die U19 des Hamburger SV gab es gegen Holstein Kiel ein kleines Déjà-vu-Erlebnis. Als Philipp Sander in der 61. Minute zum 3:3-Ausgleich für die Kieler treffen konnte, schien es fast so wie in der Vorwoche zu laufen. Da hatten die Rothosen ein 3:0-Führung gegen RB Leipzig nicht ins Ziel bringen können, am Ende hieß es 3:3. Auch den Kielern war es gelungen, die Führungstore von Marco Drawz (1:0, 17.), Stephan Ambrosius (2:1, 33.) und Patric Pfeiffer (3:2, 56.) jeweils zu kontern. „Wir hatten beim 3:3 nicht das Gefühl, dass das jetzt der Endstand ist. Man hat einfach gemerkt, dass die Jungs das Spiel unbedingt gewinnen wollten“, sagte U19-Coach Daniel Petrowsky. Josha Vagnoman (78.) und Fiete Arp (89.) – beide im Grunde noch U17-Spieler – sorgten im Anschluss schließlich für die Treffer zum 5:3-Erfolg. Da RB Leipzig am selbigen Spieltag mit 2:4 bei Werder Bremen verlor, konnte sich die U19 in der A-Junioren-Bundesliga auf Rang drei vorschieben. 

HSV-U19 gegen Kiel: Golz - Knost, Ambrosius, Pfeiffer, Köhn - Storb - Ulbricht (90.+1 Halavurta), Rogge, Geißen (70. Vagnoman), Drawz - Arp (89. Vergin). Weiter im Kader: Clasen, Misselhorn. 

U17 spielt groß auf, vergibt aber zu viele Chancen

Anssi Suhonen stand goldrichtig. Nach einem Gewühl im Strafraum von Holstein Kiel prallte der Ball dem 16-jährigen Finnen vor die Füße. Der U17-Mittelfeldspieler des Hamburger SV hatte plötzlich das leere Tor vor sich und musste nur noch zum umjubelten 1:0 einschieben (61.). Es war das goldene Tor im Match der B-Junioren-Bundesliga, das die Gastgeber lange Zeit unnötig spannend hielten. „Die Jungs haben sich ein großes Lob verdient. Das war ein hochverdienter Sieg, der deutlich zu niedrig ausgefallen ist“, sagte U17-Coach Christian Titz. Tatsächlich war die Möglichkeit, die Suhonen zum 1:0 nutzen konnte, nur eine von vielen und nicht die beste. Josha Vagnoman (15., 23., 67., 80.), Tobias Fagerström (20.) und Ole Wohlers (55.) hatten jeweils den zweiten Treffer auf dem Fuß oder dem Kopf. Im Gegensatz dazu waren die Kieler nur einmal so richtig gefährlich. Einen Schuss von Jan Matti Seidel parierte HSV-Keeper Elian Clasen stark (70.). Ansonsten kontrollierten die Titz-Jungs das Spiel und den Gegner. Auf die Tabelle hatte das Ergebnis allerdings keine Auswirkungen. Der HSV bleibt Fünfter.

HSV-U17 gegen Kiel: Clasen (71. Hegerfeldt) - Borges, Pinckert, Ghubasaryan (61. Isler), Murillo – Heil (76. Qestai), David, Suhonen (77. Gyamenah) - Wohlers, Fagerström, Vagnoman. Weiter im Kader: Tsarkov.

U16: Starke Reaktion wird nicht belohnt

Das ging fix. Schon nach sieben Minute lag die U16 des HSV beim Eimsbütteler TV mit 0:2 zurück. Da half es auch nicht, dass die Mannschaft von Trainer Pit Reimers in der Folge alles daransetzte, das Spiel zu drehen. „Wir haben eine gute Mentalität gezeigt, die leider nicht mit dem Anschlusstreffer belohnt wurde. Der ETV hat gut verteidigt und war die effektivere Mannschaft“, bilanzierte U16-Trainer Pit Reimers, der mit seinen Jungs kurz vor dem Ende noch das 0:3 hinnehmen musste (75.). Trotz der Niederlage bleibt die U16 in der B-Regionalliga auf Rang vier.

HSV-U16 gegen Eimsbüttel: Hegerfeldt – Hein (68. Ezeh), Khodabakshian, Muhlack, Knipp (41. Asare) - Müller, Amorin (62. Schlichting), Fabisch - Jaeger, Adigo, Zalli (41. Alidou)

Genauso unbefriedigend lief der Samstag für die U15 von Coach Florian Wolff. Diese kam beim Vorletzten VfL Osnabrück nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Robin Velasco brachte die Rothosen früh in Führung (2.). Nach dem Ausgleich durch Tom Bertelsmann (20.) war es Alexander Aehlig, der den HSV per Strafstoß erneut in Front bringen konnte. Diese hielt aber nur bis zur 46. Minute. Die Wolff-Jungs stehen in der C-Regionalliga damit weiterhin auf Rang drei. 

Mammut-Turnier für die U12: 220 Spielminuten! 

„Wir haben auf und neben dem Feld viele Erfahrungen gesammelt.“ - So fasst U11-Trainer Lukas Rösel die Prag-Reise seiner Jungs zusammen. Am Sonnabend und Sonntag spielte das HSV-Grundlagenteam jeweils ein Turnier. Am Sonnabend landete die U11 in der tschechischen Hauptstadt auf Rang acht, am Sonntag auf Platz fünf. Eine kleine Lehrstunde gab es für die U13 von Coach Tim Reddersen. Im Testspiel gegen Werder Bremen setzte es eine 3:7-Niederlage. Die U12 holte sich beim mit 67 Mannschaften besetzten Frühjahrscup hingegen den zehnten Platz. „Das war eine ganz tolle Leistung von den Jungs und am Ende ziemlich anstrengend“, lobte Gudella. Am Ende steckten den kleinen Rothosen 220 Spielminuten in den Knochen.