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Nachwuchs

18.08.21

U21 gewinnt Regionalliga-Derby gegen St. Pauli

Couragierte Leistung wird im Stadtduell mit den ersten drei Saisonpunkten belohnt.

Die U21 des Hamburger SV hat am 2. Spieltag die ersten drei Punkte der Regionalliga-Saison eingefahren und den FC St. Pauli mit 1:0 (1:0) besiegt. Im Edmund-Plambeck-Stadion zu Norderstedt dominierten die Rothosen die Partie über die gesamte Spieldauer hinweg und hätten insbesondere im ersten Durchgang ihre zahlreichen Torchancen effizienter ausnutzen müssen. So blieb es beim knappen, aber hochverdienten 1:0, das der aufgerückte Innenverteidiger Valon Zumberi nach 16 Spielminuten im Anschluss an eine Ecke aus dem Getümmel heraus erzielte. 

Einsatz, Kampfbereitschaft, Leidenschaft - diese Tugenden, die immer wieder in Verbindung mit Derbys und Nachbarschaftsduellen gebracht werden, hatte auch U21-Kapitän Maxwell Gyamfi im Vorfeld des Stadtduells als die Schlüsselfaktoren der Partie ausgemacht. Und der Innenverteidiger sollte recht behalten. Gemeinsam mit dem gesamten Team der Rothosen spielte Gyamfi von Beginn an dominant, fokussiert und mit der maximalen Entschlossenheit, dieses Derby für sich zu entscheiden. Wie schon zuletzt gegen Drochtersen agierten die Rothosen dabei immer wieder mit mutigem Umschaltspiel und variabel über beide Flügel, ließen zu Beginn aber durch Faride Alidou zwei Torannäherungen liegen. Zunächst wurde ein Kopfball Alidous auf das Tornetz geklärt, ehe ein strammer Flachschuss am langen Pfosten vorbeirauschte. Dennoch wurde schnell klar: Die Mannschaft von Pit Reimers ist voll da - und belohnte sich nach einer guten Viertelstunde selbst. Im Anschluss an eine von links getretene Ecke wuchtete der aufgerückte Innenverteidiger Valon Zumberi die Kugel über die Linie. "Nach dem emotionalen Auf und Ab gegen Drochtersen war es heute keine einfache Situation für uns", bewertete Cheftrainer Pit Reimers das Spiel im Anschluss. "Deshalb bin ich extrem stolz darauf, wie mutig und selbstverständlich meine Mannschaft nach vorne gespielt hat und mit was für einer breiten Brust sie aufgetreten ist. Riesiges Kompliment."

Wie verdient das 1:0 war, das zeigte sich noch deutlicher im Anschluss an den Treffer, als die Rothosen nicht aufhörten zu stürmen und es um den Strafraum der Gastgeber herum immer wieder ordentlich brannte. Faride Alidou, Robin Velasco und Juho Kilo verpassten aber die Chance, den Spielstand schon vor dem Seitenwechsel deutlicher zu gestalten."Der Vorwurf, den ich meinem Team machen kann, ist die Chancenverwertung. Wir müssen in der ersten Halbzeit bereits höher in Führung liegen", weiß auch Pit Reimers. So kam es, wie es so häufig im Fußball kommt: Nach dem Seitenwechsel hatte der Stadtnachbar vom Kiez plötzlich Oberwasser und schnupperte am Ausgleichstreffer. Es brauchte gute zwanzig Minuten, ehe sich die Rothosen wieder fingen und ihrerseits Nadelstiche in Form von Kontern setzten, den Kasten dabei aber immer wieder verfehlten oder den entscheidenden Moment des Abschlusses verpassten.

Als in der letzten Minute der regulären Spielzeit dann auch noch Jonah Fabisch mit Gelbrot des Feldes verwiesen wurde, war allen Anwesenden in Norderstedt klar: Das wird eine hektische Schlussphase. Doch weil die HSVer auch über 96 Minuten alles an Leidenschaft und Intensität in die Zweikämpfe legten und sich keines Weges zu schade waren, hielt das 1:0. Pit Reimers abschließend: "Ich hatte am Anfang der zweiten Halbzeit das Gefühl, dass St. Pauli eine starke Phase hatte. Aber hintenheraus hatte ich keine Sorge um den Sieg, weil ich wusste, meine Mannschaft verteidigt alles weg und ist mit voller Entschlossenheit dabei. Die Jungs wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen, das hat man ihnen über 96 Minuten angesehen. Und deshalb ist der Sieg völlig verdient."

St. Pauli: Heim – Bednarczyk, Teixeira, Schütt, Plautz – Sejdija (64. Dursun) – Jessen (64. Park), Brandt (84. Stuhlmacher)– Nadj – Loubongo, Coordes (46. van den Berg)

U21: Mensah – Opoku, Gyamfi, Zumberi, Andresen – Großer – Alidou (76. Burmeister), Kilo (80. Limani), Fabisch, Velasco (69. Pakia) – Meißner (78. Beleme)

Tore: 0:1 Zumberi (16.)

Gelbe Karten: Bednarczyk, Teixeira, Sejdija, Nadj / Gyamfi, Zumberi, Fabisch

Gelb-Rote Karten: Fabisch