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Nachwuchs

25.05.20

U21: Zusammenhalten auf Abstand

Mit großer Flexibilität und hoher Leidenschaft meistert die U21 die ungewohnte Trainingssituation in Norderstedt. 

Von Normalität ist das Nachwuchsleistungszentrum auch in diesen Tagen noch weit entfernt: Der Campus der Alexander-Otto-Akademie dient derzeit als sportliche Heimat der Profimannschaft, der Spielbetrieb der laufenden Saison in den Nachuchsligen ist vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie weiterhin unterbrochen und wird voraussichtlich nicht wieder aufgenommen. Zumindest kehrt in diesen Tagen aber wieder eine gewisse Struktur in den Alltag der Nachwuchstalente zurück, die derzeit das Training wieder aufnehmen und am Standort Norderstedt wieder gegen die Kugel treten dürfen.

Eine besondere Rolle kommt dabei der U21 zu, die bereits seit der Wiederaufnahme des Trainings in Kleingruppen bei den Profis an mehreren Fronten gefordert ist. Athletiktrainer Jan Hasenkamp, Torwarttrainer Arvid Schenk und Teammanager Jochen Langbein unterstützten das Funktionsteam der Profis beispielsweise zwischenzeitig in der Umsetzung des Kleingruppentrainings. Seit gut zwei Wochen hat der HSV nun unter Einhaltung der behördlichen Vorgaben eine zusätzliche Trainingsgruppe in Norderstedt installiert. Die sieben Nachwuchsspieler Bennett Schauer, Bryan Hein, Jonah Fabisch, Lukas Pinckert, Faride Alidou, Tobias Fagerström und Anssi Suhonen fungieren als so genannte "Back-up-Gruppe" und sollen im Notfall für durch das Corona-Virus‘ infizierte HSV-Profis einspringen. U21-Trainer Hannes Drews leitet die Geschicke der zusätzlichen Trainingsgruppe in enger Abstimmung mit dem HSV-Trainerteam um Cheftrainer Dieter Hecking.

Dabei profitiert der 38-Jährige auch von der Erfahrung seiner Kollegen aus dem Kleingruppentraining. "Wenn du nach sieben oder mehr Wochen Pause wieder in das Training startest, dann ist das natürlich eine besondere Herausforderung. Mein Trainerteam kannte die Prozesse allerdings schon von den Profis und hat mich sehr gut unterstützt." Die Belastung hoch zu halten, ohne die Spieler nach langer fußballfreier Zeit zu überfordern und dabei gleichzeitig all die äußeren Einflussfaktoren, strenge Hygienevorgaben und veränderte Trainingsbedingungen zu beachten – dabei habe ihm sein Team extrem geholfen, erklärt Drews. Schließlich ist das Training in zwei verschiedenen Gruppen nicht nur für die Spieler, sondern auch für den Staff eine ungewohnte Konstellation. "Ohne die Unterstützung meiner Jungs hätte ich den Trainingsprozess sicher anders gesteuert. Jochen, Jan und Arvid, aber auch unser neuer physiotherapeutische Kollege Dennis Brandscheidt halten mir so den Rücken frei, dass ich mich voll auf die Gestaltung des Trainings konzentrieren kann."

Neben der Bundesligamannschaft und der "Back-up-Gruppe" kehren derzeit auch die anderen Nachwuchsteams in den Trainingsbetrieb zurück – und das stellt die U21 vor Herausforderungen, die das Team ums Team aber mit großer Flexibilität und viel Einsatz meistert. So rutschten die Individualtrainer Sebastian Schmidt und Rodolfo Cardoso ebenso wie Nachwuchs-Torwarttrainer Tino Dehmelt, Athletik-Trainer Milan Hentrich und U16-Physiotherapeut Kurosh Niakan kurzfristig zum Trainerteam der ältesten Nachwuchsmannschaft auf und sorgen für einen reibungslosen Ablauf des Trainings.

Regelmäßig tauschen sich die Trainerstäbe der U21 und der "Back-up-Gruppe" zudem über WhatsApp, Telefonie oder per digitaler Konferenz aus, um ein umfassendes Bild über jeden einzelnen Spieler und die Eigendynamiken innerhalb der Trainingsgruppen im Blick zu behalten. "Wir haben weiterhin einen ganz engen Draht zueinander. In zwei Gruppen zu arbeiten, heißt, mehr Abstimmung zu benötigen. Das Miteinander ist wichtiger denn je. Das schaffen wir bisher sehr gut und ziehen alle an einem Strang", sagt Drews.