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Spielbericht

21.06.20

1:2! HSV verliert in letzter Sekunde gegen Heidenheim

Pohjanpalo traf zur Führung für die Rothosen. Ein Eigentor von Beyer und der Last-Minute-Treffer von Kerschbaumer sorgten für die Niederlage.

Erneut ein Last-Minute-K.o. für den HSV: In letzter Sekunde verlieren die Rothosen am Sonntag (21. Juni) in Heidenheim mit 1:2 (0:0). Zunächst sah alles nach einem Erfolg aus. Nach einer sehr guten ersten Hälfte, belohnte sich das Team von Trainer Dieter Hecking kurz nach der Halbzeit mit dem 1:0 von Joel Pohjanpalo nur eine Minute nach dem Wiederanpfiff (46.). Heidenheim gelang durch ein Eigentor von Jordan Beyer zehn Minuten vor dem Ende der Ausgleich (80.). Dieser hielt bis zur fünften Minute der Nachspielzeit, dann traf der eingewechselte Konstantin Kerschbaumer zum 2:1 für die Gastgeber, die damit auch in der Tabelle am HSV vorbeizogen und nun auf Relegationsplatz 3 stehen. 

Hamburger Führung nach dem Seitenwechsel...

HSV-Coach Dieter Hecking reagierte vor dem "Halbfinale" des Liga-Endspurts. Für das vorletzte Saisonspiel beim direkten Aufstiegskonkurrenten aus Heidenheim brachte der Trainer mit Gyamerah, Beyer, van Drongelen und Dudziak gleich vier neue Kräfte und ließ sein Team in einem neuen System spielen. Die neuformierten Rothosen agierten mit einer Dreier-Abwehrkette (Beyer/van Drongelen/Letschert) und der Harnik-Pohjanpalo-Doppelspitze stark und spielbestimmend.

Zwar zeigte sich auch der 1. FCH extrem engagiert und lautstark, doch die Hamburger diktierten das Geschehen und hatten in der 7. Spielminute bereits den Torschrei auf den Lippen, doch Jungs Kopfball prallte an den Pfosten statt ins Netz. Auch in der Folge blieb der HSV bestimmend, präsentierte sich spielfreudig, ballsicher und mit vielen guten Passstaffetten im Spiel nach vorn, doch im letzten Drittel fehlte gegen aggressiv verteidigende Heidenheimer etwas die finale Durchschlagskraft. So standen bereits nach 20 Minuten zwar knapp 70% Ballbesitz, 3:0-Torschüsse und 4:0-Ecken zugunsten der Rothosen zu Buche, doch nach Toren stand es weiter 0:0. Und dabei blieb es trotz weiterer spielerischer Überlegenheit auch bis zur Pause, wobei die Heidenheimer in den letzten Minuten des ersten Durchgangs etwas mehr in die Partie hineinfanden und zumindest mit zwei, drei Distanzschüssen auf sich aufmerksam machten.

... und der K.o. in der Nachspielzeit

Nur 20 Sekunden nach dem Wiederanpfiff zeigte der HSV dann die Durchschlagskraft, die in den ersten 45 Minuten noch etwas gefehlt hatte: Pohjanpalo hatte den richtigen Riecher und wieder einmal auch den passenden Abschluss und brachte den HSV direkt mit dem Beginn der zweiten Halbzeit in Führung. Die Auswirkungen dieses Treffers zeigten sich unmittelbar danach: Heidenheim war nun gefordert, attackierte den HSV viel früher, setzte ihn unter Druck, und auch die Hamburger pressten ihrerseits früh.

So ergab sich ein leidenschaftlicher Kampf mit vielen Duellen Mann gegen Mann im Mittelfeld, doch der FCH wurde im weiteren Verlauf und vor allem in Richtung Schlussphase immer drückender. Schimmers Treffer wurde noch vom Video-Schiedsrichter zurückgepfiffen (56.), doch je mehr die Uhr ablief, umso mehr drängte der Gastgeber. Und so kam es wie schon so oft in dieser Saison: Innerhalb der letzte zehn Minuten plus Nachspielzeit gab der HSV seine Führung tatsächlich und wieder mal noch aus der Hand. Erst kassierte man durch ein Kleindienst-Beyer-Gemeinschaftstor den 1:1-Ausgleich (80.) und - nach einer weiteren Drangperiode der Hausherrn - in der fünften Minute der Nachspielzeit sogar noch den Genickbruch: das 1:2 durch den eingewechselten Kerschbaumer, durch das der 1. FC Heidenheim vor dem letzten Spieltag der Saison in der Tabelle am HSV vorbeizieht.

Das Spiel im Stenogramm:

1. FC Heidenheim: Müller - Busch, Mainka, Beermann, Föhrenbach (64. Theuerkauf) - Griesbeck (74. Kerschbaumer), Dorsch - Leipertz (64. Schnatterer), Otto (52. Schimmer), Mohr (52. Thomalla) - Kleindienst

Hamburger SV: Pollersbeck – Beyer, Letschert, van Drongelen – Gyamerah (55. Vagnoman), Dudziak (67. Kinsombi), Jung, Leibold - Hunt - Pohjanpalo (82. Hinterseer), Harnik (67. Jatta)

Tore: 0:1 Pohjanpalo (46.), 1:1 Beyer (80., ET), 2:1 Kerschbaumer (90.+5)

Zuschauer: leider keine

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)

Gelbe Karten: Griesbeck (39.), Thomalla (65.) / Jung (23.), Beyer (90.+2), Pollersbeck (90.+4)

Gelb-Rote Karten: - / -

Rote Karten: - / -

Das Spiel im Zeitraffer:

Min.

7.

Hamburger Aluminiumtreffer: Nach einer kurz geschlagenen Hunt-Ecke von rechts und einer Kopfball-Verlängerung von Jung am kurzen Pfosten klatscht die Kugel an den zweiten Pfosten. Der Aluminium-Abpraller überrascht Harnik und Beyer, die beide aus kürzester Distanz nicht entscheidend an den Ball kommen, so dass Leipertz noch auf der Linie klären kann. Das war knapp!

27.

Freistoß Rothosen: Dudziak holt im rechten Halbfeld einen Freistoß heraus, den Hunt mit viel Schnitt in den Sechzehner befördert. Dort fliegt Harnik circa sieben Meter vor dem Tor heran und versucht es per Kopf - die Kugel streicht aber etwa zwei Meter am langen Pfosten vorbei. Da wäre mehr drin gewesen!

29.

Erste FCH-Chance: Zwanzig Meter vor Pollersbecks Kasten fasst sich Heidenheims Dorsch ein Herz und zieht aus zentraler Position einfach mal ab - Pollersbeck kann den Distanzschuss aber problemlos festhalten.

39.

Nochmal HSV-Freistoß: Kurz vor dem Strafraumkreis wird Hunt von Griesbeck gefoult und tritt zum anschließenden Freistoß selbst an. Sein direkter Versuch segelt jedoch einige Zentimeter über die Querlatte. Schade!

46.

1:0! Blitzstart HSV: Direkt nach dem Wiederanpfiff schickt Harnik per Kopf Pohjanpalo, der bis zum Heidenheimer Strafraum dribbelt und dort Busch und Beermann aussteigen lässt. Kurz vor der Fünfmeterkante schiebt der Finne mit seinem rechten Fuß flach ein. Jaaaa!

54.

FCH-Konter: Heidenheim schaltet nach einem HSV-Ballverlust blitzschnell über Leipertz um, der von der rechten Seite den links mitgelaufenen Dorsch sieht. Dieser marschiert mit viel Tempo Richtung Tor und zieht aus gut zwanzig Metern ab - im letzten Moment kann Pollersbeck die Kugel mit den Fingerspitzen um den linken Pfosten lenken. Das war knapp!

56.

Ausgleich aberkannt: Pohjanpalos Versuch eine FCH-Ecke per Kopfball zu klären, landet vor den Füßen von Dorsch. Dessen Direktabnahme von der Sechzehnerkante wird von mehreren Mitspielern abgefälscht, bevor sie den rechts freistehenden Schimmer erreicht. Dieser trifft zwar das Tor, doch nach einem Hinweis des Video-Assistenten erkennt Aytekin den Ausgleich nicht an - Griesbeck hatte den Ball zuvor mit seiner Hand abgefälscht. Puh!

66.

Jung per Kopf: Hunt schlägt einen Freistoß aus dem linken Halbfeld in den Strafraum, wo Jung am zweiten Pfosten per Kopf aus rund sieben Metern abschließen kann - Heidenheims Keeper Müller kann den Ball jedoch festhalten.

80.

1:1! Heidenheimer Ausgleich: Schnatterer kann von der rechten Seite frei in den Hamburger Strafraum flanken. Nachdem dort keiner so richtig an den Ball kommt, ist es am Ende Beyers Schienbein, von dem die Kugel ins Hamburger Tor springt. So bitter!

90.+5

1:2! Beim letzten Heidenheimer Konter des Spiels flankt Schnatterer von links auf den rechts eingelaufenen Schimmer, der von van Drongelen nicht vom Querlegen abgehalten werden kann. Am Fünfer befördert Kerschbaumer die Kugel eiskalt ins Tor der Rothosen. Unfassbar...

1. FC Heidenheim

Statistik zum Spiel

Hamburger SV

15

Torschüsse

13

45%

Ballaktionen in %

55%

46%

Zweikampfquote

54%

83%

Passquote

83%

3

Ecken

8

14

Flanken

7

2

Abseits

2

16

Fouls

8

Dorsch 4

Torschüsse

3 Pohjanpalo

Kleindienst 3

Torschussvorlagen

4 Hunt

Busch 76

Ballaktionen

87 Hunt

Schimmer 75%

Zweikampfquote

62% Jatta

Busch 7

Flanken

2 Gyamerah

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