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Stimmen zum Spiel

22.02.20

"Ich nehme die Niederlage auch auf meine Kappe"

Der Hamburger SV muss eine schmerzhafte 0:2-Niederlage im Stadtderby hinnehmen. Dementsprechend enttäuscht und selbstkritisch gaben sich die Protagonisten im Anschluss an die Partie. HSV.de präsentiert die Stimmen zum Spiel. 

Der Hamburger SV erwischte im 103. Stadtderby gegen den FC St. Pauli nach einem guten Start mit zwei Aluminiumtreffern durch Sonny Kittel (7.) und Joel Pohjanpalo (10.) einen mehr als gebrauchten Tag und musste sich am Ende nicht unverdient mit 0:2 geschlagen geben. Verantworlich dafür zeichneten im Dress der Gäste die Torschützen Henk Veerman (20.) und Matt Penny (29.), die den bis dato einseitigen Spielverlauf mit ihren Treffern auf den Kopf stellten. Ein tief sitzender Doppelschlag, von dem sich die Rothosen kurz- und langfristig nicht mehr erholen konnten. "Leider habe ich in der Halbzeit nicht die richtige Lösung gefunden und konnte die Mannschaft nicht in die Spur bringen, daher nehme ich die Niederlage auch auf meine Kappe", erklärte Cheftrainer Dieter Hecking in der Pressekonferenz nach der Partie und gab sich damit ebenso selbstkritisch wie die Spieler zuvor in der Mixed-Zone des Volksparkstadions. Die Stimmen zum Spiel.

Martin Harnik: Wir fangen richtig stark an, haben alles im Griff, aber Pech mit Latte und Pfosten - und gehen mit dem ersten Ballverlust in Rückstand. Und der zweite Schuss ist dann auch gleich drin. Danach hat St. Pauli leidenschaftlich verteidigt, das muss man anerkennen, und wir haben die Lücken nicht gefunden, so dass es am Ende aussah wie beim Handball: immer um den Strafraum herum. Das ist extrem bitter, da die ersten 20 Minuten die besten des Jahres waren, dieses Spiel natürlich eine ganz besondere Bedeutung hatte und es kein Spiel wie jedes andere war. Es tut mir alles sehr weh, sowohl für die Fans als auch für unsere Mannschaft, die sich so viel vorgenommen hatte und gerade nach der Niederlage im Hinspiel unbedingt etwas gutmachen wollte.

Tim Leibold: Wir haben zu Beginn riesige Möglichkeiten, bei denen wir aber Pech haben. Und dann kommt St. Pauli einmal vors Tor, es klingelt direkt und der zweite Schuss ist auch gleich drin. Danach spielt es sich für sie natürlich schön, sie haben sich tief gestaffelt und uns hat die zündende Idee gefehlt, wie wir gegen dieses Bollwerk Chancen erspielen können. So hätten wir heute noch drei oder vier Stunden spielen können und hätten kein Tor geschossen. Das haben wir uns ganz anders vorgestellt, zumal der Beginn wirklich stark war. Wenn wir 2:0 oder sogar 3:0 in Führung gehen, dann kann sich keiner beschweren. Aber manchmal läuft es im Fußball so, es ist nur unfassbar ärgerlich, dass es ausgerechnet im Derby passieren muss.

Aaron Hunt: Wir haben gut angefangen. Nach 15 Minuten kann es auch schon 2:0 für uns stehen, aber dann verpassen wir es, das Tor zu machen. Bei den Gegentoren stellen wir uns nicht gut an, die dürfen wir so nicht kassieren, insbesondere das erste Tor müssen wir viel besser verteidigen. Und dass St. Pauli dann mit Mann und Maus verteidigt, ist klar. Wir haben nicht die richtigen Lösungen gefunden. Das wird jetzt etwas an uns nagen, wir sind enttäuscht. Aber es bringt nichts, den Kopf in den Sand zu stecken, wir müssen wieder in die Spur kommen.

Louis Schaub: Wir sind gut ins Spiel reingekommen, verpassen es dann aber in Führung zu gehen. Und durch einen blöden Fehler von mir geraten wir dann auch noch in Rückstand. Das war natürlich ein herber Rückschlag, weil wir vorher voll im Spiel waren. Wir haben danach weiter versucht, unseren Fußball zu spielen - und bekommen durch einen Weitschuss direkt das 0:2. danach war ein Bruch drin, wir konnten wir uns nicht mehr so gut durchkombinieren wie in den ersten zehn Minuten und die Partie nicht mehr drehen. Das Ergebnis tut unfassbar weh!

Timo Letschert: Wir haben heute zu viele Bälle zu einfach verloren, so dass St. Pauli kontern konnte - und dabei haben sie die Chancen eiskalt genutzt. Auf der anderen Seite hatten wir in der Anfangsphase die großen Chancen, haben diese aber nicht genutzt. So ist der Fußball manchmal. Aber am Ende sind wir selber Schuld, denn wir waren einfach nicht gut genug, was natürlich extrem bitter ist, da es ausgerechnet hier und heute im Derby passiert ist.

Jonas Boldt: Die erste Viertelstunde fand ich sehr stark. Wir haben uns super Torchancen herausgespielt und waren auf den Punkt da, hatten aber mit dem Aluminium Pech - und kassieren auf der anderen Seite das 0:1. In der Aktion haben wir unglücklich agiert. Und ehe wir uns schütteln konnten, haben wir schon das zweite Gegentor durch einen Sonntagsschuss kassiert. Unsere Stärke ist dann eigentlich immer gewesen, geduldig weiterzuspielen und uns Chancen zu erarbeiten, heute haben wir aber in vielen Situationen die Konsequenz vermissen lassen. Wir wissen natürlich, dass ein Stadtderby für unsere Fans sehr viel bedeutet und können absolut verstehen, dass sie enttäuscht sind, denn wir sind es auch. Aber wir hatten schon mehrere Situationen in dieser Saison, in denen viele darauf gewartet haben, dass der HSV einbricht, was aber nicht passiert ist. Wir werden auch jetzt wieder eine Reaktion zeigen.

Dieter Hecking: Der Frust ist groß. Wenn man zweimal in einer Saison das Stadtderby verliert, dann ist das nie gut. Wir haben sehr gute erste 20 Minuten gespielt, hatten Chance um Chance und müssen in Führung gehen. Mit dem ersten Angriff von St. Pauli kassieren wir nach einer Fehlerkette das 0:1. Danach haben wir den Spielfaden wieder aufgenommen, kriegen dann aber das 0:2. Da habe ich gespürt, dass es ein Rückschlag zuviel war. Leider habe ich in der Halbzeit nicht die richtige Lösung gefunden und konnte die Mannschaft nicht in die Spur bringen, daher nehme ich die Niederlage auch auf meine Kappe. Wir haben versucht von außen Einfluss zu nehmen, haben gewechselt, leider hat es heute alles nicht gepasst. Das ist auch für mich als Trainer ein gebrauchter Tag, da nehme ich meine Jungs dann auch mal außen vor. Sie wollten unbedingt gewinnen, haben alles probiert und viel Leidenschaft gezeigt. Jetzt müssen wir uns schütteln, die Häme und den Spott annehmen und dann unser Ziel verfolgen.

Jos Luhukay: Es war ein sehr intensives Spiel von beiden Mannschaften. Der HSV hat das Spiel mehr oder weniger in der Anfangsphase verloren. Sie sind so gut gestartet, hatten klare Chancen, die sich glücklicherweise nicht genutzt haben. Dann bekommen wir unsere ersten beiden Möglichkeiten und nutzten diese effektiv aus. Direkt nach dem Seitenwechsel hatten wir eine fantastische Chance, danach hatte der HSV mehr Spielanteile, aber wir haben mit Herz und Seele verteidigt. Wir freuen uns über die drei Punkte.

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