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Stimmen zum Spiel

27.02.22

"Grandioses Spiel mit falschem Ausgang“

Trotz einer kämpferischen Leistung verliert das HSV das Nordderby gegen Werder Bremen mit 2:3. Ein Spiel, das für viele Emotionen und spannende Stimmen sorgte.

Als Referee Daniel Siebert am Sonntag (27. Februar) um 15.27 Uhr das hart umkämpfte und maximal intensive Nordderby abpfiff, sanken die HSV-Profis enttäuscht zu Boden. Ihr großer Kampf war nicht belohnt worden, unterm Strich stand so eine unglückliche 2:3-Niederlage, die sich vor allem im ersten Durchgang abzeichnete. Eine strittige Schiedsrichter-Entscheidung und starke Bremer stellten die Rothosen-Profis vor große Herausforderungen, die in der zweiten Halbzeit deutlich besser bewältigt wurden. Letztendlich reichte es jedoch trotz viel Herz und Leidenschaft ganz knapp nicht zum Punktgewinn, so dass die Stimmen zum Spiel entsprechend ausfielen.

Robert Glatzel: Das Ergebnis ist ärgerlich, wir hätten einen Punkt verdient gehabt. Wir hatten heute viele 50:50-Entscheidungen, die gegen uns gelaufen sind, haben aber bis zur letzten Sekunde gekämpft. Wir kriegen erst diesen Elfmeter, der keiner ist, und dann wird auch noch unser 1:1 zurückgepfiffen. Es gibt hierbei von mir einen leichten Kontakt, aber das ist kein Foul, an keiner anderen Stelle auf dem Feld würde dieser Kontakt als Foul geahndet werden. Und so unglücklich ging es ja auch weiter. Aber diese Niederlage wirft uns nicht um, das hat man ja auch heute gesehen. Wir sind trotz all der Nackenschläge in dieser Partie immer wieder zurückgekommen, bis in die letzten Minuten hinein, und haben nie aufgehört und uns ja auch fast noch belohnt. Wir machen weiter!

Jonas Meffert: Ich muss mich ein bisschen zurückhalten, denn beim Elfmeter zum 0:1 werde ich aus einem Meter Entfernung abgeschossen. Da auf Elfmeter zu entscheiden, ist ja lächerlich.So war Werder natürlich früh im Vorteil, hat daraus resultierend eine starke erste Hälfte gespielt. Wenn sie in dieser Zeit ihre Chancen genutzt hätten, dann wären wir heute chancenlos gewesen. So aber sind wir stark zurückgekommen, waren zweite Halbzeit das klar bessere Team und hätten mindestens den einen Punkt verdient gehabt.

Tim Walter: Es war für die 25.000 Zuschauer ein grandioses Spiel, allerdings mit falschem Ausgang. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die gerade in der zweiten Halbzeit ein ganz starkes Spiel gemacht hat. Wir hatten 70 Prozent Ballbesitz, haben Werder eingeschnürt und wären nicht einmal mit einem Punkt zufrieden gewesen. Aber unabhängig vom Ergebnis war auch dieses Spiel wieder eine Weiterentwicklung der Mannschaft. Man darf nicht vergessen: Wir starten quasi mit 0:1 in dieses Spiel, was gegen eine starke Mannschaft wie Werder natürlich richtig schwer ist. Zumal man den Elfmeter zum 0:1 niemals geben darf, zumindest nicht, wenn man selbst mal Fußball gespielt hat. Genauso darf man das angebliche Foul vor unserem vermeintlichen 1:1-Ausgleich niemals pfeifen, und dann wird diese Szene noch nicht einmal überpfüft. Das ist natürlich alles extrem bitter, umso größer das Kompliment an meine Mannschaft, dass sie sich trotzdem so sehr gewehrt und in dieses Spiel reingepowert hat. Es war eine sehr gute Leistung.

Ole Werner: In der zweiten Halbzeit war es sehr eng, mit Müh und Not haben wir es geschafft, das Spiel über die Ziellinie gebracht. Aber in der ersten Hälfte haben wir sehr gut gespielt, hatten eine gute Kontrolle, beste Chancen und hätten früher führen können. Am Ende ist es aus meiner Sicht ein verdienter Sieg. Es gibt uns großes Selbstvertrauen, beim HSV bestanden zu haben.