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Pressekonferenz

19.06.20

"Habe große Zuversicht, dass wir es am Ende schaffen"

In der virtuellen Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel in Heidenheim sprach Dieter Hecking über seine Sicht auf das Saisonfinale, die Bedeutung von Erfahrung und den direkten Verfolger aus Baden-Württemberg.

"Es geht jetzt um alles", sagt Dieter Hecking und unterstreicht damit, welchen Stellenwert das Auswärtsspiel des HSV beim 1. FC Heidenheim am kommenden Sonntag (21. Juni, Anstoß: 15.30 Uhr) hat. In diesem Kontext war es dem Fußball-Lehrer aber auch ein Bedürfnis, in der heutigen, virtuellen Pressekonferenz aufzuzeigen, dass die Chance, etwas Großes zu erreichen, eindeutig überwiegt. Sein Credo: Die Lust aufs Gewinnen soll der Antrieb sein, nicht die Angst vor der Niederlage. Mit dieser Einstellung wollen die Rothosen am morgigen Sonnabend (20. Juni) nach dem Abschlusstraining in Richtung Baden-Württemberg reisen, um dort dann den direkten Verfolger aus eigener Kraft auf Distanz zu halten. Wie das gegen einen starken Kontrahenten gelingen soll und welche Dinge den 55-Jährigen vor dem Saisonfinale positiv stimmen, erklärte der erfahrene HSV-Cheftrainer gegenüber den Medienvertretern.

Im Detail sprach Dieter Hecking über…

... seine Sicht auf das Saisonfinale: Ich habe schon vor dem ersten Spieltag gesagt, dass es bis zum Ende spannend bleiben wird. Ich hatte von vorne herein im Gespür, dass diese Saison unheimlich intensiv wird. Von daher freue ich mich jetzt auf die letzten beiden Spiele. Es geht um alles und wir können sehr viel erreichen. Meine Mannschaft wird diese Vorfreude am Sonntag auch spüren, denn das ist für die meisten Spieler im Kader eine neue Erfahrung.

... die Spannung im Endspurt: Erstmal ist das eine positive Spannung, denn der HSV hatte im vergangenen Jahrzehnt einige Saisonfinals, die deutlich negativer behaftet waren. Ich weiß, dass ich bei einem klasse Club arbeite, bei dem ich im vergangenen Jahr sehr viel erleben durfte. Diese Mannschaft hat viel durchgemacht, vor allem auf der emotionalen Ebene. Deswegen wünsche ich den Jungs einfach, dass sie erfolgreich sind, denn sie haben es sich absolut verdient. 

... den kommenden Gegner: Der 1. FC Heidenheim wird irgendwann sicher den großen Sprung machen. Da wird mit bescheidenen Mitteln sehr professionell gearbeitet. Es ist eine absolute Seltenheit, dass ein Trainer 13 Jahre im Amt ist und es trotzdem immer wieder versteht, eine Mannschaft auf den Platz zu stellen, die alles abruft, was eine Heidenheimer Mannschaft ausmacht: Power, Dynamik, Zweikampfhärte, Robustheit. Das hat dieses Team über Jahre hinweg stark gemacht. 

... die Rolle von Joel Pohjanpalo: Er hat großes Potenzial, ein wichtiges Puzzleteil im Kampf um den Aufstieg zu werden. In den vergangenen Wochen hat man gesehen, dass er immer eine Torchance hat, auch wenn er mal nicht so gut im Spiel ist. Gegen Osnabrück war es anders, da haben die Zulieferer aber auch nicht so gespielt, wie wir es erwartet haben. Insgesamt ist die Ausleihe von Joel voll aufgegangen. Ich hoffe, dass er seine Treffsicherheit auch in den letzten beiden Spielen unter Beweis stellen kann.

... die Bedeutung von Erfahrung: Man versucht immer, für sich positive Dinge herauszuziehen, aber ich sehe die Erfahrung nicht mehr oder weniger wichtig als sonst. Ich glaube nicht, dass in solchen Phasen die Erfahrung einen so großen Ausschlag gibt. Letztendlich wird es auch auf die Tagesform ankommen. Wir wollen eine positive Anspannung erzeugen.

... seine persönliche Herangehensweise: Ich bin angetreten, um mit der Mannschaft in die Bundesliga aufzusteigen und ich habe nach wie vor große Zuversicht, dass wir es am Ende schaffen werden. Das hat verschiedenste Gründe. Man bekommt häufig das, was man verdient. Ich weiß, was die Mannschaft in diesem Jahr geleistet hat. Ich habe gesagt, dass wir am Ende des Jahres etwas zu feiern haben werden. Diese Aussage will ich nicht revidieren. Solche Momente, in denen man etwas Großes erreichen kann, hat man als Sportler nicht so oft.