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HSV II

05.08.17

In der Schlussphase: 1:0-Sieg gegen Egestorf/Langreder

U21 fährt die ersten drei Punkte der Saison ein – Törles Knöll erzielt den Treffer des Tages 

Wenn Tatsuya Ito zum Dribbling ansetzt, ist der kleine Japaner kaum zu stoppen. Das bekam an diesem Wochenende auch wieder die Hintermannschaft des 1. FC Germania Egestorf/Langreder zu spüren. Mehrfach narrte der 20-Jährige die E/L-Abwehr. In der 83. Minute einmal zu viel. Nach einem seiner schnellen Haken wurde Ito im Strafraum der Germania gelegt. Törles Knöll verwandelte den fälligen Strafstoß (84.) und sicherte seiner Mannschaft damit den 1:0-Sieg über Egestorf/Langreder. Für die Mannschaft von Trainer Christian Titz waren es am zweiten Spieltag die ersten drei Punkte in der neuen Regionalliga-Saison. 

Es fehlt lange am entscheidenden Pass

„Alles in allem war das ein verdienter Sieg für uns. Das haben sich die Jungs auch erarbeitet, weil sie über die gesamte Spielzeit geduldig geblieben sind“, lobte Titz. Und an diesem Sonnabend war an der Wolfgang-Meyer-Sportanlage viel Geduld gefragt. Im ersten Durchgang passierte nämlich lange Zeit nichts. Das Titz-Team ließ den Ball in den eigenen Reihen zwar laufen, spielte sich auch immer wieder über die Außen – vor allem über Itos Seite – in aussichtsreiche Positionen, doch mehrfach kam die Hereingabe zu ungenau. „Da hätten wir den Sack schon viel früher zumachen können“, ärgerte sich der U21-Coach im Nachgang. So hatten die Gäste die erste Großchance. Nach einer Ecke konnte Robin Gaida am zweiten Pfosten wartend völlig frei auf das HSV-Tor köpfen, doch Schlussmann Morten Behrens parierte prächtig (32.). Drei Minuten später hatte der U21-Keeper beim Flachschuss von Kevin Schumacher weniger Probleme (35.). 

Törles Knöll markiert seinen dritten Saisontreffer 

Die Gastgeber hatten ihre erste hochprozentige Torchance kurz vor dem Seitenwechsel. Nach einem langen Ball von Henrik Giese tauchte Gillian Jurcher zentral vor E/L-Keeper Markus-Thor Straten-Wolf auf, doch der Schlussmann konnte Jurchers Versuch abwehren (38.). Nur zwei Minuten später war es Patrick Storb, der nach einer Ecke fast zur Führung für die Gastgeber einnickte. Nach dem Wechsel verlagerte sich die Partie vollends in die Hälfte der Gäste und der HSV suchte vermehrt die Lücken. Mit zunehmender Spieldauer schwanden bei den Gästen auch merklich die Kräfte, sodass sich nun auch weitere Chancen boten. Mohamed Gouaida (60.) und Bibie Njie (82.) hatten die besten. Doch erst Itos beherzter Antritt über die rechte Seite sollte für die Erlösung sorgen. Schon gegen Norderstedt hatte der quirlige Japaner einen Elfmeter provoziert. „Er hat im Eins-gegen-eins eine unglaubliche Qualität“, lobte Trainer Titz. Auch in der Vorwoche hatte Knöll verwandelt. Der U21-Torjäger hat nun nach zwei Partien schon drei Treffer auf dem Konto. 

„Wir wussten, dass das ein schweres Spiel werden würde", U21-Trainer Christian Titz 

Doch sein Tor an diesem Sonnabend hätte nicht zu drei Punkten gereicht, wäre U21-Keeper Morten Behrens in der letzten Minute nicht aus seinem Gehäuse gestürmt. Egestorf/Langreder hatte in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne geworfen und durch Schumacher auch die letzte Großchance. Doch Behrens konnte seinen Schuss aus knapp neun Metern mit der Schulter parieren. „Man muss sehen, dass Egestorf/Langreder ein ganz unangenehmer Gegner war. Die stehen tief, verteidigen in engen Räumen, sie haben eine gute Qualität bei Kontern und Eckbällen. Wir wussten, dass das kein einfaches Spiel werden würde. Daher freuen wir uns umso besser, dass wir dieses für uns entscheiden konnten.“ 

Das Spiel im Stenogramm

HSV-U21: Behrens - Ronstadt (38. Mundhenk), Storb (54. Steinmann), Giese, Seo - Haut - Jurcher (68. Njie), Kwarteng, Gouaida, Ito – Knöll. Weiter im Kader: Golz, Ambrosius, Mohssen, Gmeiner. 

1. FC Germania Egestorf/Langreder: Strafen-Wolf - Dismer (82. Homeier), Waldschmidt, Gaida, Schikora - Engelking, Oltrogge, Siegert, Schumacher - Baar (66. Behnsen), Beismann (73. Teichgräber)

Tor: 1:0 Knöll (84./Foulelfmeter)

Zuschauer: 250

Schiedsrichter: Christian Scheper