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0:3 – HSV unterliegt in Frankfurt

Spielbericht

05.05.18

0:3 - HSV unterliegt in Frankfurt

Für die Einracht trafen Wolf (31.), Mascarell (77.) und Meier (90.). Ein Ito Treffer wurde beim Stand von 0:0 aber diskussionwürdig zurückgepfiffen.

Der HSV hat sein selbsternanntes "Halbfinale" verloren. Am Sonnabend (5. Mai) unterlagen die Rothosen gegen Eintracht Frankfurt mit 0:3 (0:1). Dabei gingen die Titz-Elf sogar zunächst in Führung. Der Treffer von Tatsuya Ito aus der 25. Minute wurde allerdings aufgrund einer Abseitsstellung vom VAR diskussionswürdig zurückgenommen. Ein Schlüsselmoment. Sechs Minuten später erzielte Marius Wolf für die Eintracht das Führungstor (31.). Als der HSV in der zweiten Halbzeit alles nach vorne warf, trafen Mascarell (77.) und der eingewechselte Alexander Meier (90.) zum 3:0-Endstand für die Hausherren. Durch die 1:4-Niederlage des VfL Wolfsburg in Leipzig bleibt aber noch die letzte Restchance, am letzten Spieltag mit einem Sieg gegen Gladbach und einer gleichzeitigen Niederlage der Wölfe gegen den 1. FC Köln doch noch den Relegationsplatz zu erreichen.

Tatsuya Ito fasst sich an den Kopf.
Tatsuya Ito traf, doch der Treffer wurde aus nicht geklärten Gründen zurückgenommen.

Ito’s Tor zählt nicht - Wolf eiskalt

Christian Titz nahm im Vergleich zum Spiel gegen den VfL Wolfsburg nur eine Änderung in der Startelf vor. Für Filip Kostic kam Albin Ekdal von Beginn an zum Einsatz und sollte damit vor allem für Stabilität im Zentrum sorgen. Und dieser Plan ging zunächst sehr gut auf. Der HSV stand defensiv sehr geordnet und ließ kaum gefährliche Situationen der Eintracht zu. Mit über 60 Prozent Ballbesitz in der ersten Halbzeit wartete die Offensive auf die Lücke, und die tat sich in der 25. Minute das erste Mal auf: Hunt steckte sehenswert auf Ito durch und der Japaner schob abgebrüht an Eintracht Keeper Hradecky vorbei (25.). 1:0 dachte alle. Auch das Schiedsrichter-Gespann. Nur der VAR hatte etwas dagegen und entschied auf Abseits. Welche Szene dies eindeutig belegt, blieb bislang allerdings unbekannt.

Mit diesem (wahrscheinlich zu Unrecht) zurückgepfiffenen Treffer änderte sich leider das Spiel. Denn Frankfurt nutzte ebenfalls die erste richtige Möglichkeit. Haller steckte auf der linken Seite auf den gestarteten Wolf durch und dieser schob Pollersbeck aus elf Metern den Ball durch die Beine zur Führung der Gastgeber (31.). Die Rothosen zeigten sich ein wenig geschockt durch diesen doppelten Nackenschlag. Mascarell hatte nur fünf Minuten später sogar das 2:0 auf dem Fuß, als er ebenfalls von der linken Seite kommend vor Pollersbeck auftauchte, doch diesmal blieb der HSV-Keeper der Sieger. So ging es mit der knappen 1:0-Führung für die Eintracht in die Kabine.

Christian Titz rudert mit den Armen.
Christian Titz setzte in der zweiten Halbzeit alles auf Offensive. Frankfurt konterte hingegen eiskalt.

HSV drückt - Frankfurt trifft

Zur zweiten Halbzeit wechselte Titz gleich zweimal aus. Für Ekdal und Ito, der mit Verdacht auf Gehirnerschütterung runter musste, kamen Kostic und Waldschmidt in die Partie. Die Rothosen übernahmen mit viel Ballbesitz die Kontrolle des Spiels, doch in den ersten 15 Minuten nach der Pause passierte nicht viel. Doch danach erhöhte sich die Schlagzahl. Zunächst scheiterte Wood an dem Bein von Hradecky (66.), dann Santos mit einem Fernschuss am Pfosten und beim Nachschuss stand Holtby bei seinem Kopfballtor im Abseits (69.). Diesmal korrekt zurückgepfiffen.

Als das 1:1 mehr in der Luft lag als der Ausgleich, schlug Frankfurt noch einmal eiskalt zu. Zunächst scheiterte der auf der linken Seite völlig allein gelassene Willems mit seinem Schuss an Pollersbeck. Der Nachschuss von Mascarell landet über die Wade von Jung den Weg ins lange Eck zum 2:0 für die Hausherren (77.) Was für ein Pech. Den negativen Schlusspunkt gab es dann noch in der Nachspielzeit. Der kurz zuvor eingewechselte und von den Heimfans frenetisch gefeierte Meier traf mit einem satten Volleyschuss zum 0:3 (90.+1).

In den Schlussminuten gab es dennoch noch einen kleinen Lichtblick an diesem verflixten Tag: Nicolai Müller feierte nach seinem Kreuzbandriss sein Comeback. Der Mittelfeldspieler wurde in der 80. Minute eingewechselt. Am Ende änderte dies aber nichts mehr am Ergebnis. Das Gute: Durch die 1:4-Niederlage der Wolfsburger in Leipzig bleibt für das Saisonfinale aber noch die Hoffnung, den Relegationsplatz doch noch zu erreichen. 

Das Spiel im Stenogramm:

Eintracht Frankfurt: Hradecky - da Costa, Salcedo, Abraham, Willems, Chandler (17. Russ) - Wolf (67. Gacinovic), Mascarell, Fernandes, Boateng - Haller (87. Haller)

Hamburger SV: Pollersbeck - Sakai (80. Müller), Papadopoulos, Jung, Douglas - Steinmann - Hunt, Ekdal (45. Kostic), Holtby, Ito (45. Waldschmidt) - Wood

Tore: 1:0 Wolf (31.), 2:0 Mascarell (77.), 3:0 Meier (90.)

Zuschauer: 51.500 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)

Gelbe Karten: Willems (28.) / -

Gelb-Rote Karten: - / -

Rote Karten: - / -

 

Das Spiel im Zeitraffer:

Min. Aktion
12. Erste kleine Chance für die Frankfurter: Willems zieht aus halblinker Position ab. Sein erster Versuch wird abgeblockt, der zweite geht weit drüber.
25. Das vermeintliche 1:0 für den HSV. Hunt steckt von der rechten Seite kommend in die Mitte auf Ito durch. Der kleine Japaner schiebt abgebrüht an Hradecky vorbei ins Netz. Dorch der Treffer wird vom VAR zurückgenommen. Warum auch immer?
31. 1:0! Die Führung für die Eintracht. Zunächst setzt sich Willems aus der eigenen Hälfte mit Tempo durch, seinen Pass auf Haller steckt dieser auf den gestarteten Wolf durch. Dieser schiebt Pollersbeck die Kugel zum 1:0 durch die Beine.
36. Wieder wird's von der linken Angriffsseite der Hessen gefährlich. Diesmal taucht Mascarell völlig frei vor Pollersbeck auf, doch diesmal bleibt der HSV-Keeper Sieger. inköpft.
55. Erste Möglichkeit in der zweiten Hälfte. Einen Hunt Freistoß köpft Papadopoulos am zweiten Pfosten ans Außennetz.
63. Douglas Santos probiert es aus 18 Metern mit einem Distanzschuss. Hradecky hält sicher.
65. Ein Einwurf der Frankfurter segelt durch den Hamburger Strafraum. Am Ende köpft Wolf den aufspringenden Ball auf Tor - kein Problem für Pollersbeck.
66. Riesen Chance für den HSV. Waldschmidt steckt auf Wood durch, doch der Stürmer scheitert mit seinem Schuss aus halbrechter Position am Fuß von Hradecky
69. Nächstes riesen Ding für die Rothosen. Santos fasst sich aus gut 20 Metern ein Herz, der Ball knallt leicht abgefälscht von Hradecky am Pfosten, den Nachschuss köpft Holtby über die Linie, doch stand im Abseits.
77. 2:0!Die Frankfurter kontern eiskalt. Willems ist auf der linken Seite mutterseelenalleine und scheitert mit seinem Schuss zunächst an Pollersbeck. Der HSV kann den Ball nicht weit genug klären. Mascarell zieht ab und der Ball fliegt abgefälscht von Jungs Rücken ins lange Ecke zum 2:0 ins Netz.
80. Noch eine Chance für die Eintracht. Der eingewechselte Gacinovic umkurvt Jung, scheitert dann aber aus spitzem Winkel an Pollersbeck.
90.+1. 3:0! Frankfurt kontert noch einmal und trifft erneut. Der eingewechselte Alex Meier nimmt eine Flanke von Abraham volley und trifft flach ins lange Eck.
Eintracht Frankfurt Statistik zum Spiel Hamburger SV
14 Torschüsse 12
40% Ballaktionen in % 60%
48% Zweikampfquote 52%
67% Passquote 81%
3 Ecken 7
7 Flanken aus dem Spiel 13
2 Abseits 5
14 Fouls am Gegenspieler 5
Gacinovic 4 Torschüsse 3 Douglas Santos
Haller 4 Torschussvorlagen 3 Hunt
Willems 56 Ballaktionen 97 Douglas Santos
Russ 60% Zweikampfquote 78% Papadopoulos
Wolf 1 Flanken aus dem Spiel 6 Kostic
*Mehrere Spieler mit dem gleichen Wert

Die Zusammenfassung des Spiels und die kompletten 90 Minuten als Re-Live seht ihr bei HSVtv!

(Kopie 4)