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Der HSV in Liga zwei: Wissenswertes zum ersten Halbjahr

Saison

28.12.18

Der HSV in Liga zwei: Wissenswertes zum ersten Halbjahr

Der HSV hat inzwischen 18 Spiele in der 2. Bundesliga absolviert und verabschiedet sich als Herbstmeister in die Winterpause. HSV.de hat die interessantesten Zahlen, Daten und Fakten zu einem aufregenden ersten Halbjahr in der neuen Spielklasse gesammelt. 

1 – Dank den 37 eingefahrenen Punkten nach 18 Saisonspielen überwintert der HSV auf dem 1. Tabellenplatz. Zuletzt gelang dies in der Saison 1986/1987 – damals allerdings in der Bundesliga. Unter Trainerlegende Ernst Happel reichte es am Ende der Serie zwar „nur“ zur Vize-Meisterschaft, dafür konnte aber der Gewinn des DFB-Pokals gefeiert werden. 

Hannes Wolf an der Seitenlinie.
Hannes Wolf fuhr seit seiner Amtsübernahme sieben Siege in neun Pflichtspielen ein und musste nur eine Niederlage verkraften.

2,38 - Vor etwas mehr als acht Wochen, am 23. Oktober 2018, wurde Hannes Wolf als neuer Cheftrainer des Hamburger SV vorgestellt. Seitdem absolvierten die Rothosen 8 Ligaspiele, von denen 6 gewonnen werden konnten (bei einem Remis). Der daraus resultierende Punkteschnitt von 2,38 wird im deutschen Profifußball aktuell nur von BVB-Coach Lucien Favre überboten, der in 17 Bundesliga-Spielen im Schnitt 2,47 Punkte einfuhr. 

7 - Die unermüdlichen HSV-Fans sorgen bei den Auswärtsspielen der Rothosen häufig für eine Heimspiel-Atmosphäre. Angetrieben von dem faszinierenden Anhang spielten die Schützlinge von Hannes Wolf in fremden Stadien einen nahezu perfekten ersten Teil der Saison. Einzig beim 0:0 in Fürth und der 1:3-Niederlage in Kiel musste der HSV Punkte abgeben, ansonsten wurden alle Auswärtsspiele ausnahmslos gewonnen. Insgesamt stehen sieben Siege zu Buche, zudem konnten auch die beiden DFB-Pokal-Spiele in Erndtebrück (5:3) und Wiesbaden (3:0) erfolgreich gestaltet werden. 

8 - Was haben die Siege in Sandhausen, gegen Bielefeld und in Aue gemeinsam? Richtig, sie wurden mit mehr als einem Tor Vorsprung errungen. Das 3:0 in Baden-Württemberg, das 3:0 im Volkspark und das 3:1 im Erzgebirge waren damit willkommene Ausnahmen. Alle anderen 8 Ligasiege wurden mit dem knappsten aller Vorsprünge eingefahren und mussten bis zum Schlusspfiff mit viel Einsatz verteidigt werden. Da jedoch auch die knappen Siege drei Punkte einbringen und in gewisser Weise für die Mentalität und Cleverness seiner Schützlinge sprechen, sieht Hannes Wolf die Gemengelage positiv – und drückt gleichzeitig seine Demut aus: „Wir haben großen Respekt vor der Liga, daher sollte sich niemand über die knappen Siege ärgern.“ 

9 – Dank seiner 7 Tore und 2 Assists geht Pierre-Michel Lasogga als teaminterner Topscorer in die Winterpause. Gut zu wissen: Für die 9 Scorerpunkte benötigte der bullige Angreifer nur 12 Ligaeinsätze. Dank seiner körperlichen Präsenz war der 27-Jährige ein ständiger Unruheherd für die gegnerischen Abwehrreihen und trug über die starke Liga-Bilanz hinaus mit seinen vier Toren im DFB-Pokal maßgeblich zum Einzug ins Achtelfinale bei. Im Schnitt ließ „PML“ das Netz alle 81 Minuten zappeln. 

9 - Der HSV hat in den bisher ausgetragenen 18 Zweitliga-Spielen eine extrem gute Balance zwischen Offensive und Defensive gefunden. Insgesamt konnte Keeper Julian Pollersbeck in neun Spielen seinen Kasten sauber halten - das ist Ligabestwert. Seine Verfolger in dieser Statistik sind Rafal Gikiewicz (Union Berlin) und Manuel Riemann (VfL Bochum), die jeweils sieben „Weiße Westen“ verbuchen konnten. 

Christoph Moritz steht an der Seitenlinie zur Einwechslung bereit.
Ein gewohntes Bild im vergangenen Halbjahr: Christoph Moritz wird - hier für Lewis Holtby - eingewechselt.

10 – Wenn der vierte Offizielle in den vergangenen Monaten zur Tat schritt, um einen Spielerwechsel des HSV anzukündigen, dann hatte der jeweilige Unparteiische dabei meistens Christoph Moritz im Schlepptau. Die Nummer 13 der Hamburger wurde in den bisherigen 18 Spielen insgesamt 10 Mal eingewechselt. Auf Platz 2 folgt Fiete Arp, der insgesamt 6 Mal als Joker eingesetzt wurde. 

14 – Der HSV erzielte 15 seiner 25 Saisontore in der zweiten Halbzeit. 6 dieser Tore gehen auf das Konto von Pierre-Michel Lasogga, der nur eines seiner sieben Saisontore in der ersten Spielhälfte markierte. 

22 – Im Verlauf der bisherigen 18 Saisonspiele kamen insgesamt 22 Akteure für die Rothosen zum Einsatz. Nur der SSV Jahn Regensburg (21), der 1. FC Union Berlin und der SV Darmstadt 98 (jeweils 20) setzen weniger Spieler ein. 

56,3 - In den bisher 18 ausgetragenen Ligaspielen verzeichnete der HSV durchschnittlich 56,3% Ballbesitz – kein anderes Team in der 2. Bundesliga kann diesen Wert überbieten. Die Rothosen mussten ihre Spielanlage in der neuen Spielklasse zwangsläufig anpassen, da viele Teams eine eher abwartende Grundordnung einnehmen und wenig Räume zum Kombinieren anbieten wollen. Übrigens: In den Auswärtsspielen sind die Rothosen aktuell noch häufiger in Ballbesitz gefordert (56,9%), als in den Heimspielen (55,8%). Dieser interessante Fakt kann aber auch dadurch bedingt sein, dass mit dem 1. FC Köln, Union Berlin, dem 1. FC St. Pauli und Holstein Kiel bisher genau die Mannschaften im Volksparkstadion gastierten, die in der Ballbesitz-Tabelle auf den Plätzen 2-5 folgen. 

1.593 – Insgesamt 1.593 Minuten stand Gotoku Sakai in den ersten 18 Ligaspielen auf dem Platz. Kein Feldspieler beim HSV kann diesen Wert überbieten. Einzig Keeper Julian Pollersbeck liegt in der Dauerbrenner-Statistik vor dem Japaner. Er ist einer von 18 Spielern in der Liga, der in jedem Spiel über die volle Distanz auf dem Platz stand (1620 Minuten). 

2.143 - Um den vielfach vorhanden Ballbesitz (s.o.) in Torchanen ummünzen zu können, müssen die Rothosen einen enormen Laufaufwand betreiben. Das schlägt sich auch in der entsprechenden Statistik nieder, die den HSV auf Platz 2 der laufstärksten Mannschaften ausweist. Insgesamt legten die Kicker mit der Raute auf der Brust 2.143 Kilometer zurück. Nur Arminia Bielefeld (2.157) war noch lauffreudiger unterwegs. Auf Platz 3 folgt der 1. FC Heidenheim (2141). 

50.210 - Nachdem die Rothosen im letzten Heimspiel des Jahres einen 1:0-Sieg gegen den SC Paderborn einfahren konnte, war es den Protagonisten nach dem Abpfiff ein Bedürfnis, sich bei den fantastischen Fans zu bedanken. Schließlich standen die HSV-Anhänger in den bisherigen 8 Heimspielen wie eine Wand hinter ihrer Mannschaft und sorgten für eine außergewöhnliche Atmosphäre im Volksparkstadion. Insgesamt pilgerten im Schnitt 50.210 Zuschauer in das Wohnzimmer des HSV. Dieser Zuschauerschnitt ist bezogen auf die zweiten Ligen in Europa unerreicht und zeigt, dass die HSV-Fans auch nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga nach wie vor erstklassig sind.