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Saison

22.09.21

Mit Heyer und Reis: Fokus auf Nürnberg

Nach dem Derbysieg in Bremen bereiten sich die Rothosen akribisch auf das nächste Punktspiel gegen den 1. FC Nürnberg vor. Tim Walter: "Sie sind noch ungeschlagen und wir machen uns auf, ihre Serie erneut zu unterbrechen."   

„Du bist immer nur so gut wie dein letztes Spiel“ – so lautet eine Binsenweisheit im Profisport, die die Marschroute für die laufende Woche der Rothosen, die am Sonntag mit dem Punktspiel gegen den 1. FC Nürnberg (ab 13.15 Uhr im HSVnetradio) ihren Höhepunkt findet, wiedergibt. Die Euphorie nach dem hochemotionalen 2:0-Derbysieg beim SV Werder Bremen bremste Cheftrainer Tim Walter bereits in den Katakomben des Weserstadions ein. „Wir haben dann doch noch nicht so gut performt, dass wir morgen freimachen könnten. Wir freuen uns selbstverständlich über diesen Sieg, können aber noch einige Dinge besser machen und müssen jeden Tag nutzen“, erklärte der 45-jährige Fußball-Lehrer im Rahmen der Pressekonferenz auf die Frage eines Reporters, ob die Mannschaft aufgrund des Derbysieges mit einem zusätzlichen freien Tag rechnen könnte.

Viele Optionen - wer ersetzt Schonlau? 

Nach dem Regenerations- und Spielersatztraining am Sonntag gewährte Walter seinen Schützlingen daher nur am Montag die gewöhnliche Verschnaufpause, setzte am gestrigen Nachmittag die erste Trainingseinheit der Woche und am heutigen Mittwoch prompt wieder eine Doppeleinheit an. Schließlich empfängt der Hamburger SV am Sonntag im Rahmen des 8. Spieltags mit dem 1. FC Nürnberg die einzige Mannschaft, die in der 2. Liga noch ohne Niederlage ist. Im möglichen Überholspiel gegen die auf Rang 4 platzierten Franken (13 Zähler) müssen die sechstplatzierten Rothosen (12 Punkte) dabei erstmals auf ihren Kapitän Sebastian Schonlau (Gelb-Rot-Sperre) verzichten. Umso mehr dürfte es Walter gefreut haben, dass der zum Ende des Werder-Spiels leicht angeschlagene Moritz Heyer – seines Zeichens mit Tor und Vorlage einer der Derby-Helden sowie mit vier Treffern Hamburgs bester Torjäger – bereits gestern wieder komplett mittrainieren konnte. Mittelfeldspieler Ludovit Reis, gestern noch individuell gesteuert, meldete sich dann heute Vormittag im Training zurück, als vor allem Torabschlüsse nach vorausgegangen festen Spielzügen im Fokus standen. Die Langzeitverletzten Stephan Ambrosius (Reha nach Kreuzbandriss), Tom Mickel (Schulter-OP), Maximilian Rohr (Oberschenkelverletzung) und Josha Vagnoman (Muskelsehnenriss im Oberschenkel) sowie Mikkel Kaufmann (Magen-Darm-Infekt) konnten dabei nicht mitwirken.  

Im Hinblick auf die Personal-Rochade auf der Innenverteidigerposition ließ sich Tim Walter derweil noch nicht in die Karten blicken. „Es ist alles offen. Wir müssen jetzt erstmal sehen, wie diese Trainingswoche abläuft. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Bascho zu ersetzen. Heyer, Vuskovic und auch Gyamerah können in der Innenverteidigung spielen. Zudem besteht auch die Möglichkeit, systematisch umzubauen und mit drei Innenverteidigern hinten zu spielen“, erklärte der gebürtige Bruchsaler, der gemeinsam mit seinem Trainerteam und der Spielanalyse dabei ist, das Spiel der Nürnberger zu sezieren. „Die Mannschaft ist noch ungeschlagen und hat sich weiterentwickelt. Robert Klauß ist ein Trainer aus der RB-Schule und dementsprechend extrem agiert seine Mannschaft gegen den Ball. Darauf bereiten wir uns vor.“ In den vergangen 17 Zweitliga-Spielen verlor der FCN nur ein einziges Mal: Am 32. Spieltag der Vorsaison beim Gastspiel im Volksparkstadion mit 2:5. „Dann machen wir uns doch auf, diese Serie erneut zu unterbrechen“, erklärt Walter, den Blick voll nach vorn gerichtet. „Der Derbysieg ist Schnee von gestern. Jetzt ist der Fokus auf das neue Spiel.“