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Stimmen zum Spiel

04.04.21

"Wir werden das als Team kompensieren"

Nach dem 3:3-Remis bei Hannover 96 gingen viele Hamburger Köpfe nach unten. Auch Trainer Daniel Thioune haderte - nahm den Kopf aber schnell wieder hoch und blickte nach vorn. Die Stimmen zum Spiel.

Manchmal schreibt der Fußball verrückte Geschichten. Aber die Geschichte, die sich am Sonntagnachmittag in Hannover abspielte, die hätten alle Hamburger lieber anders geschrieben. Denn nachdem sie im Nordduell bei Hannover 96 dank eines Dreierpacks von Aaron Hunt bereits mit 3:0 geführt hatten, ließen sie sich die Partie doch noch aus der Hand reißen. So stand am Ende ein 3:3 zu Buche, das zwar einen Auswärtspunkt bedeutete, die HSV-Profis aber kopfschüttelnd zurückließ. Innerhalb einer halben Stunde war ihre 3:0-Führung in sich zusammegefallen, so dass auch Trainer Daniel Thioune nach dem Spiel wenig beschönend feststellte, dass sich dieses Unentschieden eher wie eine Niederlage anfühlt. Und dennoch müssen wir auch festhalten: Bis dahin war es ein starkes Spiel seiner Mannschaft, der der Coach auch jetzt wieder zutraut, aus dem Erlebten gemeinsam Stärke zu ziehen. Die Stimmen zum Spiel.

Aaron Hunt: Wenn man auswärts mit 3:0 führt und noch 3:3 spielt, dann ist man sehr unzufrieden. Wir hatten nach dem 3:0 noch zwei, drei weitere hundertprozentige Chancen, so dass wir auch das 4:0 oder 5:0 hätten machen müssen. So haben wir uns selbst in Not gebracht. Wir haben zudem zweimal unnötig den Ball verloren und Hannover damit wieder ins Spiel gebracht. Wir müssen es ganz anders, viel souveräner mit mehr Körperlichkeit und Ballbesitz runterspielen. Das haben wir nicht geschafft. Es war nicht gut, was wir heute gemacht haben, das müssen wir ganz klar festhalten. 

Sven Ulreich: Das darf uns nicht passieren! Wir müssen aus unseren Fehlern lernen. Wenn es dir einmal passiert, dann darf es dir eigentlich kein zweites Mal passieren. Doch genau das haben wir heute erlebt. Wir müssen weiter lernen: Wir müssen konsequent bleiben, das Tor verteidigen und keine dummen Fehler machen. Das haben wir heute leider nicht hinbekommen.  

"Dieses Spiel dürfen wir nie im Leben aus der Hand geben"

Moritz Heyer: Wir waren in den entscheidenden Momenten nicht wach genug und haben uns deshalb total unnötige Gegentore eingefangen. Dieses Spiel dürfen wir nie im Leben aus der Hand geben, aber es geht weiter. Schon am Freitag gegen Darmstadt. Deshalb nehmen wir jetzt diesen einen Punkt mit, auch wenn er natürlich nicht zufriedenstellend ist, analysieren unsere Fehler und bereiten uns dann bestmöglich auf Freitag vor. 

Daniel Thioune: Dieses Unentschieden fühlt sich absolut nicht gut an, für uns ist es eine gefühlte Niederlage. Denn wenn man aus einem 3:0 noch ein 3:3 werden lässt, dann hat man verdammt viel falsch gemacht. Dabei hatten wir reichlich Möglichkeiten, sogar das vierte Tor zu erzielen, aber das ist nicht gelungen. Und auf der anderen Seite haben wir dann am Ende nicht gut verteidigt und viel zu viele Fehler gemacht. Es ist maßlos ärgerlich, denn dieser Spielverlauf war einfach völlig überflüssig. Aber wir müssen an dieses Spiel jetzt ganz schnell einen Haken dranmachen, denn am Freitag geht es schon wieder weiter. Und: So unnötig und ärgerlich dieses Remis auch ist, ist ja nicht viel verloren. Wir werden das als Team kompensieren, es geht weiter!

Kenan Kocak: Wir hatten in der ersten Hälfte das Spiel im Griff, wir hatten nur Probleme im letzten Drittel, wir wollten es einfach zu schön machen. Ansonsten war ich sehr zufrieden. Der HSV hingegen war einfach total effektiv, wir hätten aber auch Aaron Hunt nicht jedes Mal frei aus zentraler Position schießen lassen dürfen. Nach dem 0:3 hat die Mannschaft aber tollen Zusammenhalt und tolle Moral bewiesen und hat ihre fußballerische Qualität gezeigt. Es ist nicht selbstverständlich, dass man so zurückkommt, wenn man 0:3 zurückliegt und vor vier Wochen sein letztes Spiel gemacht hat. Jeder 96er kann heute stolz auf seine Mannschaft sein. Hut ab!