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Stimmen zum Spiel

19.04.22

"Können dennoch auf das Erreichte stolz sein"

Am Ende hat es nicht für Berlin gereicht. Mit 1:3 unterliegt der HSV im Halbfinale des DFB-Pokals dem SC Freiburg, verabschiedet sich aber erhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb. Die Stimmen zum Spiel.

Der große Traum vom Pokalfinale in Berlin geplatzt und zugleich mit Beifall von den 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion für die erbrachte Leistung bedacht worden: Die Rothosen mussten sich am Dienstagabend im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den SC Freiburg mit 1:3 geschlagen geben und konnten dennoch erhobenen Hauptes das Feld verlassen. Der Tabellenfünfte der Bundesliga war im ersten Durchgang das abgezocktere und glücklichere Team, ging durch Treffer von Petersen (11.), Höfler (17.) und Grifo (35., FE) in der Höhe etwas schmeichelhaft mit 3:0 in Führung. Die Rothosen blieben ihrem Spielstil trotz des klaren Rückstands treu, spielten auch im zweiten Durchgang mutig nach vorn und bewegten sich auf Augenhöhe. Der 1:3-Anschlusstreffer durch Glazel (88.) kam allerdings zu spät, um das Pokalspiel im Volksparkstadion nochmal zu einer richtig spannenden Angelegenheit zu machen. Die Stimmen zum Spiel.

Daniel Heuer Fernandes: Nach 35 Minuten steht es hier 0:3, da wird es dann natürlich brutal schwer. Wir haben es in dieser Phase versäumt, gegen einen sehr abgezockten und erfahrenen Gegner das Spiel offenzuhalten und einen richtigen Pokalfight daraus zu machen. Aber trotzdem haben wir nie aufgehört, Fußball zu spielen und uns Chancen zu erarbeiten. Leider ist der Anschlusstreffer erst so spät gefallen, sonst wäre vielleicht noch mehr möglich gewesen. So ist es natürlich sehr bitter, aber dennoch können wir auf uns und auf das Erreichte stolz sein.

"Die effizientere Mannschaft hat das Spiel gewonnen" Tim Walter

Tim Walter: Man hat heute gesehen, dass die effizientere Mannschaft das Spiel gewonnen hat. Am Anfang hatten wir durch Anssi und Bobby richtig gute Torchancen. Da hätten wir uns belohnen müssen. Dann gehen wir mit der ersten Standardsituation in Rückstand. Eine Unachtsamkeit im Spielaufbau sorgt dafür, dass wir 0:2 hinten liegen. Und dann kommt noch ein meiner Meinung nach sehr fragwürdiger Elfmeter. Du gehst mit 0:3 in die Halbzeit und weißt gar nicht warum. Wir sind beharrlich und weiter mutig geblieben. Die zweite Halbzeit wollten wir für uns entscheiden, haben uns aber leider etwas zu spät belohnt. Wenn das Tor früher fällt, dann wäre es vielleicht noch einmal eng geworden. Wir haben nie aufgeben. Das zeichnet uns schon die ganze Saison aus. Wir wünschen dem SC – gerade auch für’s Finale – viel Erfolg.

Christian Streich: Der HSV spielt extrem mutig, sie variieren gut im Spielaufbau mit vielen Positionswechseln. Wenn du da alles mitgehst, dann kommst du ins Chaos. Das haben die Jungs sehr gut gemacht in der ersten Halbzeit. Da hatten wir richtig gute Balleroberungen. So ist auch ein Tor gefallen. Zweite Halbzeit war es schwierig, weil der HSV es weitergespielt hat und es gnadenlos durchzieht. Da mussten wir die eine oder andere gefährliche Situation überstehen. Am Ende war es kein unverdienter Sieg, aber der HSV hat uns alles abverlangt. Ich wünsche dem HSV weiterhin viel Glück, bald wieder in der ersten Liga zu spielen.