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Saison

28.01.20

„Wir brauchen jetzt vier Monate lang einen Tunnelblick!“

Der Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann bezieht im Interview auf hsv.de Stellung zu den Themen der Winterpause, zur Konkurrenz in der 2. Fußball-Bundesliga und sein Grundvertrauen

HSV.de: In zwei Tagen startet für den HSV die zweite Saisonhälfte. Wie sehen Sie die Vorzeichen?

Bernd Hoffmann: Ich habe ein großes Grundvertrauen in unsere Mannschaft und auch in unsere Gesamtorganisation. Wir werden unsere Ziele nicht mit einem Spiel erreichen, sie aber auch nicht mit einer Partie verlieren. Am Ende wird für uns entscheidend sein, ob wir von Donnerstag an als verschworene Einheit auftreten und mit der richtigen Einstellung in jede der verbliebenen 16 Partien gehen. Wir brauchen jetzt vier Monate lang einen Tunnelblick – voll fokussiert auf das Wesentliche, ungeachtet aller Störfeuer und Nebenthemen, von denen es in unserem Umfeld immer welche geben wird.

Die vergangenen Tage waren von einigen Themen geprägt, die das Potenzial für interne Unruhe hatten. Wie sind Sie damit umgegangen?

Sachlich und nüchtern, zumal uns ja nicht damit geholfen ist, wenn wir auf alle öffentlichen Themen wie Seismographen reagieren. Nehmen wir das Beispiel „Uneinigkeit in der Führung bei der geplanten Bozenik-Verpflichtung“: Alle beteiligten und verantwortlichen Personen in unserem Club haben sich für diesen Spieler ausgesprochen, der am Ende aus diversen Gründen nicht zu uns wechseln konnte. Abgehakt. Dass wir mit Joel Pohjanpalo so schnell eine Alternative für den Angriff ausleihen konnten, spricht für unsere Professionalität und Marktkenntnis. Das zählt. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir unseren Kader in der Winterpause verstärkt haben.

Und wie gehen Sie intern mit solchen „Stör“-Themen um?

Wir sprechen darüber. Gemeinsam. Auch das gehört zum einheitlichen Fokus dazu. Wir wollen hier Erfolge. Dazu gehören strategisch richtige Entscheidungen, differenzierter, interner Austausch, jede Menge Fleiß und ein intern offenes Miteinander.

Wieviel Unruhe hat der Diebstahl Ihres Laptops inklusive der versuchten Erpressung in der vergangenen Woche ausgelöst?

Überschaubar. Natürlich war das ein Thema, auf das wir gerne verzichtet hätten, aber entscheidend ist doch, dass wir die Geschichte mit Hilfe der sofort eingeschalteten Polizei schnellstmöglich angegangen sind und abgearbeitet haben. Ich habe die Angelegenheit für mich persönlich abgeschlossen und werde dazu auch ab sofort keine Antworten mehr geben. Wir haben sportliche Ziele und konzentrieren uns auf das Wesentliche – Ablenkungen sind da unerwünscht.

Die Konkurrenz um die Aufstiegsplätze sieht das wahrscheinlich etwas anders. Bielefeld als Tabellenführer hat nun auch Gefallen am Aufstiegsthema gefunden und spricht den Stuttgartern und uns riesige Favoritenrollen zu.

Und wundert euch das? Es ist doch klar, dass das bis zu den definitiven Entscheidungen in der 2. Bundesliga so weitergeht. Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir in der Rückserie 15 Pokalspiele und ein Derby vor der Brust haben. Die meisten unserer Gegner werden vor den Spielen unsere Favoritenrolle, unsere Klasse und unseren Etat in den Mittelpunkt des Interesses rücken, um eine Pokalstimmung zu erzeugen. Wir könnten darauf reagieren, wir können diese Energie aber auch für wichtigere Dinge nutzen. Ich bin sehr froh, dass unsere Sport-Verantwortlichen bodenständig sind und unsere Wettbewerber nicht unterschätzen. Ich denke, dass auch das eine der entscheidenden Fragen der kommenden Wochen und Monate sein wird: Mit welcher Einstellung treten wir auf? Nehmen wir jeden Gegner an, begegnen ihm mit Respekt und gehen wir mutig und gut organisiert in diese Spiele? 

Was erwarten Sie von unserer Mannschaft, vom ganzen Verein?

Dass wir uns im Vergleich zur Hinrunde weiterentwickeln, dass wir alles in die Waagschale werfen und uns in den Spielen für harte Arbeit angemessen belohnen. Wenn wir von Tag eins an als verschworene Einheit agieren und uns von Spiel zu Spiel arbeiten - das Ganze flankiert von unseren einzigartigen Fans - dann bin ich davon überzeugt, dass wir unser gemeinsames Ziel erreichen können. 

Vielen Dank für das Gespräch.

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