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„Wir wollen schnellstmöglich diesen Platz verlassen“

Trainingslager

01.01.18

„Wir wollen schnellstmöglich diesen Platz verlassen“

HSV-Kapitän Gotoku Sakai und die Rothosen beginnen das neue Jahr 2018 mit einem klaren Ziel. An diesem soll in den kommenden Tagen im Wintertrainingslager in Jerez intensiv gearbeitet werden. 

Für Gotoku Sakai endete das Jahr 2017 mit einer Premiere. Zum ersten Mal verbrachte der 26-jährige Japaner den Silvesterabend in Deutschland und rutschte gemeinsam mit seinem Teamkollegen und Landsmann Tatsuya Ito ins neue Jahr. „Wir hatten einen netten Abend und es war ein schönes Erlebnis. Anfangs habe ich mich wegen der ganzen Böller und Raketen allerdings ganz schön oft erschrocken“, verriet „Go“ am heutigen Neujahrstag mit einem Lächeln - andere Länder andere Sitten eben. 

Gotoku Sakai, Douglas und Aaron Hunt sind gewillt, im Trainingslager in Jerez die nötige Grundlage für eine erfolgreiche Rückrunde zu schaffen.

„Gutes Trainingslager abliefern“ 

In einer Lounge im Hamburger Airport Helmut Schmidt stand der HSV-Kapitän unmittelbar vor der Abreise ins Trainingslager nach Jerez am Montagmittag Rede und Antwort. Trotz der nur 16-tägigen Winterpause und dem ungewöhnlich frühen Starttermin für die Vorbereitung auf die Rückrunde machte der Defensivmann dabei einen frischen Eindruck und formulierte einen klaren Vorsatz für das neue Jahr: „Wir wollen als Mannschaft schnellstmöglich diesen Platz verlassen, auf dem wir uns aktuell befinden.“ Gemeint ist der gegenwärtige direkte Abstiegsplatz 17, auf dem die Rothosen am letzten Spieltag der Hinrunde erstmals abgerutscht sind und mit aktuell 15 Punkten verweilen. Jener Platz ist allen Beteiligten im Umfeld des HSV ein Dorn im Auge, so dass Sakai seine Mitspieler vor den bevorstehenden schweißtreibenden Trainingstagen in die Pflicht nimmt: „Wir müssen für unser Ziel hart arbeiten und ein gutes Trainingslager abliefern. Das wird nicht leicht.“  

Getreu seines Naturells will der Kapitän diesbezüglich mit gutem Beispiel vorangehen und erklärt: „Jeder Spieler hat seine eigenen Vorsätze für das neue Jahr und möchte sportlich besser werden. Was mich betrifft, möchte ich wieder bessere Leistungen abrufen. Ich war in letzter Zeit nicht zufrieden mit mir und möchte wieder stabiler werden. Dafür muss ich zuerst an mir selbst arbeiten.“ Bisher kam der flexibel einsetzbare Defensivspieler, der noch in der Vorsaison mit 33 Einsätzen bzw. 2.692 Spielminuten zum Dauerbrenner der Rothosen avancierte, 13-mal zum Einsatz und stand elfmal in der Startformation. Dass er als Außenverteidiger und Sechser auf mehreren Positionen eine Alternative sein kann, ist für den Japaner dabei Chance und Risiko im Hinblick auf die eigene Konstanz zugleich. „Für mich selbst war und ist es nicht einfach, zwischen diesen beiden Positionen zu wechseln. Schließlich hat man ganz verschiedene Aufgaben. Als Sechser kann ich offensiver spielen, als Außenverteidiger bin ich dagegen vorsichtiger und versuche die letzte Reihe zu sichern“, sagt Sakai. „Ich würde lieber fest auf einer Position spielen, aber am Ende geht es in erster Linie darum, der Mannschaft zu helfen. Egal auf welcher Position, werde ich dann 100 Prozent geben.“

Gotoku Sakai hat für das Jahr 2018 noch ein weiteres persönliches Ziel vor Augen: Ein Einsatz bei der WM 2018 für sein Heimatland Japan.

Großes persönliches Ziel

Für die kommenden Tage im Trainingslager und die Rückrunde der Bundesliga-Saison 2017/18 hat der Japaner neben dem Klassenerhalt mit dem HSV noch ein weiteres Ziel vor Augen, das eine ganz besondere Motivation darstellt. Im Sommer steht in Russland die Fußball Weltmeisterschaft 2018 an und "Go" möchte nicht nur im finalen Turnier-Kader der japanischen Nationalmannschaft stehen, sondern auch auf dem Platz zum Einsatz kommen. Ein Erlebnis, das ihm bei der letzten WM-Endrunde 2014 in Brasilien noch verwehrt geblieben ist. "Als Fußballer möchtest du natürlich auch zum Einsatz kommen und deswegen ist es mein großes Ziel, auch in der Nationalmannschaft bei der WM zu spielen." Im Team der Japaner befindet sich der 1,76 Meter große Verteidiger im Konkurrenzkampf mit seinem Namensvetter Hiroki Sakai. "Dort habe ich nur als Außenverteidiger eine gute Chance, da die Spieler im defensiven Zentrum eine besonders hohe Qualität haben", weiß "Go". 

Unabhängig von der Position zählen für den 26-Jährigen nun aber erstmal Einsatzzeiten beim HSV. Um sich für diese bestmöglich bei Cheftrainer Markus Gisdol zu empfehlen, will Gotoku Sakai eine gute Vorbereitung spielen. Und diese beginnt sowohl für ihn als auch für die weiteren 26 mitgereisten Rothosen am morgigen Dienstagvormittag. Dann bittet Gisdol um 10:00 Uhr zu der ersten Trainingseinheit des Jahres 2018. Am Campos de futbol auf dem Barcelo Montecastillo Golf & Sports Ressort geht es dann ans Eingemachte.