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Selbstvertrauen durch harte Arbeit zurückholen

Nachbericht

11.02.18

Selbstvertrauen durch harte Arbeit zurückholen

Nach der 0:2- Niederlage in Dortmund stand für die Mannschaft von Bernd Hollerbach direkt nach dem Spiel Auslaufen auf dem Programm. Am Tag danach ging es dann mit einer Trainingseinheit am Volkspark weiter.

Es war wie schon so oft in den vergangenen Spielen: Der HSV war am Samstagnachmittag (10. Februar) zweitweise nicht weit davon entfernt, der Partie einen anderen Verlauf zu geben. Mutig stemmten sich die Rothosen gegen den Favoriten und amtierenden Pokalsieger Borussia Dortmund. Mehr noch: Das Team von Cheftrainer Bernd Hollerbach suchte immer wieder den Weg nach vorne und agierte deutlich Selbstbewusster als zuletzt. Einige Chancen waren die Folge, doch der HSV haderte erneut mit einem altbekannten Problem. „Die letzte Effizienz vor dem Tor fehlt. Der Gegner nutzt seine Chancen wiederum eiskalt“, fasste es Torhüter Christian Mathenia kurz nach dem Abpfiff passend zusammen. Anstelle der Hamburger war es nämlich der BVB, der zweimal eiskalt verwandelte. Dortmunds Neuzugang Michy Batshuayi (49.) mit der ersten Dortmunder Möglichkeit und Mario Götze (90+2) kurz vor dem Schlusspfiff sorgten für den 2:0-Endstand (0:0). „Wir müssen an der Konsequenz vor dem Tor arbeiten“, kritisierte daher auch Hollerbach in der Presserunde am Tag nach der Partie. Notwendig dafür sei in den Augen des 48-Jährigen Selbstbewusstsein, welches aufgrund der jüngsten Erfahrungen natürlich fehle. „Das müssen wir uns im Training durch gute und konzentrierte Arbeit zurückholen, dann bin ich mir sicher, dass der Knoten bald platzt“, erklärte er mit Blick auf seine Offensive. Durchaus zufrieden zeigte sich Hollerbach dafür mit der Art und Weise, mit der sich sein Team in Dortmund lange Zeit auf Augenhöhe präsentierte. Genau daran wolle man nun mit Blick auf den kommenden Gegner Bayer 04 Leverkusen anknüpfen. 

Im Detail sprach Hamburgs Cheftrainer in der Presserunde über…

Mangelnden Einsatz konnte man weder Bernd Hollerbach noch seinen Spielern gegen den BVB vorwerfen.
Mangelnden Einsatz konnte man weder Bernd Hollerbach noch seinen Spielern gegen den BVB vorwerfen.

…das Spiel in Dortmund:

Wir haben gestern ein gutes Spiel gemacht. Es ist natürlich ärgerlich, dass wir keine Punkte mitgenommen haben. Trotzdem haben wir wieder einen Schritt nach vorne gemacht und uns im Vergleich zu den letzten beiden Spielen fußballerisch verbessert. Wir sind selbstbewusster aufgetreten und brauchen uns nicht zu verstecken. Wenn wir so auftreten wie gegen Dortmund, dann werden wir unsere Punkte holen. In der Bundesliga hat man immer schwierige Spiele, da ist immer alles ganz eng. Aber wir haben natürlich jede Woche die Möglichkeit, auch drei Punkte zu holen. Dazu müssen wir vor dem gegnerischen Tor konsequenter werden. Daran arbeiten wir hart im Training.

Papadopoulos nutzte seine Gelb-Rot-Sperre, um an seiner Fitness zu arbeiten. Gegen Bayer Leverkusen könnte der Grieche wieder in der Startelf stehen.
Papadopoulos nutzte seine Gelb-Rot-Sperre, um an seiner Fitness zu arbeiten. Gegen Bayer Leverkusen könnte der Grieche wieder in der Startelf stehen.

…die Personallage:

Es ist schön, dass wir Kyriakos Papadopoulos gegen Leverkusen wieder dabeihaben. Ob er auch wieder in der Startelf steht, weiß ich noch nicht. Wir müssen schauen, wie die Trainingswoche verläuft. In der freien Zeit hat er gut gearbeitet – insbesondere an seiner Fitness.

Lewis war die letzten vier Tage krank. Deshalb habe ich ihn etwas von der Mannschaft weggelassen, damit er seine Teamkollegen nicht ansteckt. Wir warten ab, wie sich das die Woche über entwickelt.

Bei Nicolai Müller geht es stetig bergauf. Wann genau er zurückkommt, kann ich aber zu diesem Zeitpunkt nicht sagen. Ich denke, dass er in den nächsten zwei Wochen wieder anfangen kann mit dem Ball zu trainieren. Außerdem arbeitet er sehr professionell und absolviert ein individuelles Programm. Nicolai ist natürlich ein wichtiger Spieler für uns und könnte im Saisonendspurt eine große Hilfe sein.

…die Trainingseinheiten: 

Ich versuche immer, mit den Spielern individuell an ihren Stärken und Schwächen zu arbeiten und dabei die Trainer, die mir zur Verfügung stehen zu nutzen. Der eine Spieler muss körperlich noch was machen, der andere muss Abschlüsse üben. Fiete Arp hat zum Beispiel mit Rodolfo Cardoso Extraschichten eingelegt und Torabschlüsse geübt. Allgemein ist Rodolfo wichtig für unsere Offensivspieler. Ich denke, die Jungs können einiges von ihm lernen, schließlich war er offensiv nicht der schlechteste Spieler.  Das wichtigste ist, dass die Spieler sich reinhauen, konzentriert arbeiten und sich so im Training wieder Sicherheit zurückholen.

Die Presserunde mit Trainer Bernd Hollerbach nach dem Spiel gegen Borussia Dortmund seht ihr bei HSVtv.