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"So dürfen wir nicht auftreten"

Stimmen zum Spiel

23.12.18

"So dürfen wir nicht auftreten"

Der HSV muss sich am 18. Spieltag der Zweitliga-Saison mit 1:3 bei Holstein Kiel geschlagen geben. Maßgeblichen Anteil an der dritten Niederlage der Saison hatte eine äußerst schwache erste Hälfte, wie nicht zuletzt Kapitän Aaron Hunt selbstkritisch analysierte. HSV.de präsentiert die Stimmen zum Spiel. 

Die Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e. V. liegt dem Hamburger SV in dieser Saison einfach nicht. Nach der bitteren 0:3-Niederlage Anfang August zum Zweitliga-Auftakt im Volksparkstadion mussten sich die Rothosen am Sonntagnachmittag auch im Rückspiel im Holstein-Stadion klar geschlagen geben. Die Kieler Störche erwischten durch Treffer von Serra (7.) und Kinsombi (18.) einen Start nach Maß, während die Hamburger einen Tag vor Heilig Abend über weite Strecken des ersten Durchgangs gedanklich schon unter dem Weihnachtsbaum waren. "Es war unsere schwächste Halbzeit seit zwei Monaten. So dürfen wir nicht auftreten", erklärte Kapitän Aaron Hunt im Anschluss an die bittere 1:3-Niederlage, an deren Entstehung Jatta (48.) und erneut Kinsombi (53.) mit weiteren Treffern beteiligt waren. HSV.de hat die Stimmen zum Spiel gesammelt.

Sportvorstand Ralf Becker hält Orel Mangala am Kopf und spricht mit ihm.
Sportvorstand Ralf Becker begann schon nach dem Abpfiff mit der Aufbauarbeit, wie hier bei Mangala.

Aaron Hunt: Es war unsere schwächste Halbzeit seit zwei Monaten. Wir hatten uns viel mehr vorgenommen, haben aber in der ersten Halbzeit einiges vermissen lassen, auch wenn wir in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft waren. Der Sieg für Kiel geht völlig in Ordnung. Das haben wir uns anders vorgestellt. So wie in der ersten Halbzeit dürfen wir nicht auftreten. Heute und morgen werden wir enttäuscht sein. Wir wollten einen anderen Abschluss haben. Davon geht die Welt aber nicht unter. Es ist nichts Dramatisches passiert. Wir haben eine gute Hinrunde gespielt. Davon sollten wir uns jetzt nicht herunterziehen lassen.

Khaled Narey: Jedes Spiel ist schwer und geht von Null los. Kiel ist eine gute Mannschaft, die gut kicken kann. Wenn man dann nicht seine 100 Prozent abruft, dann geht es so aus wie heute. Kiel war in der ersten Halbzeit einfach klar besser. Wenn wir das dritte Tor unmittelbar nach unserem Anschlusstreffer nicht kriegen, dann wäre noch etwas drin gewesen, aber einen Zwei-Tore-Rückstand gegen Kiel aufzuholen, ist insgesamt extrem schwer. 

Manuel Wintzheimer: Ich freue mich über meinen ersten Einsatz, aber bin natürlich enttäuscht, dass wir das Spiel verloren haben. Wir haben dennoch eine gute Hinrunde gespielt. Das Halbjahr war positiv. Jetzt heißt es: Pause machen, gut erholen und mit einem Sieg ins neue Jahr starten. Ich persönlich habe alles gegeben, um meine Einsatzzeiten zu bekommen und habe in den letzten Wochen keinen Frust geschoben. Es geht immer weiter und ich muss weiter Gas geben, um auf meine Einsätze zu kommen.  

Hannes Wolf in Kiel.
Hannes Wolf war vor allem mit der Zweikampfführung seiner Schützlinge nicht einverstanden.

Hannes Wolf: Wir hatten uns viel vorgenommen und wollten unbedingt eine gute Leistung zeigen. Das hat aber nicht geklappt. In der 1. Halbzeit war Holstein Kiel in fast alle direkten Duellen überlegen. Nicht nur bei den Standards. Wenn wir nach vorne gespielt haben, dann haben wir die Bälle zu leicht verloren. Nach der Pause kommen wir raus und erzielen sofort den Anschlusstreffer. Danach hatten wir schon das Gefühl, dass noch was geht. Vor dem 3:1 haben wir den Ball nicht sauber geklärt und im Anschluss im Strafraum verloren. Fortan wurde es dann sehr schwer, auch wenn wir noch einige gute Situationen hatten. In der Summe haben wir verdient verloren, weil wir zu viele Duelle klar verloren haben. Wir haben uns das natürlich anders vorgestellt und sind sehr enttäuscht. Insgesamt war es trotzdem eine gute Hinrunde. Heute dürfen wir uns ärgern, morgen feiern wir Weihnachten und im neuen Jahr werden wir dann wieder hart arbeiten.

Tim Walter: Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Heute haben wir gesehen, wie weit meine Jungs schon sind. Die 1. Halbzeit war das Beste, was ich von den Spielern bisher gesehen habe. Wir haben einfach Fußball gespielt und den HSV vor Probleme gestellt. Am Anfang der 2. Halbzeit haben wir nicht aufgepasst und mussten uns erstmal schütteln. Insgesamt haben wir dann etwas tiefer gestanden und mit Leidenschaft verteidigt. Meine Mannschaft hat sich ein großes Lob verdient.

Die Zusammenfassung und die Stimmen zum Spiel seht ihr auch bei HSVtv!

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