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Stimmen zum Spiel

19.03.22

"Wir sind enttäuscht und müssen das Spiel aufarbeiten"

Der HSV verpasst in Düsseldorf klar den Sieg, rettet mit einem Last-Minute-Treffer aber zumindest einen Punkt. Dementsprechend gemischt fielen die Stimmen der Protagonisten nach dem Spiel aus.

Eine verrückte Schlussphase kennzeichnete das Auswärtsspiel des Hamburger SV im Rahmen des 27. Zweitliga-Spielages bei Fortuna Düsseldorf: Bodzek erzielte in der 85. Minute den Führungstreffer für die Gastgeber und schien damit die Weichen spät auf Sieg gestellt zu haben. Doch zugleich küsste der F95-Kapitän damit unfreiwillig die zuvor harmlose HSV-Offensive wach, die mit dem Mut der Verzweiflung noch drei XXL-Chancen kreierte und die letzte davon zum 1:1-Ausgleich nutzte: Eine Kittel-Ecke verlängerte Alidou per Kopf auf Mittelstürmer Glatzel, der die Kugel ebenfalls per Kopfball zum 1:1 (90.+3) über die Linie drückte. Die Hamburger retteten damit spät noch einen Punkt, wussten zuvor über weite Strecken des Spiels aber kaum zu überzeugen und stimmten daher nach dem Spiel sehr selbstkritische Töne an. 

Sebastian Schonlau: Wenn du spät das Tor machst, musst du mit einem Punkt zufrieden sein. Unsere Art und Weise, Fußball zu spielen, haben wir heute aber vermissen lassen. Wir sind normalerweise mit und gegen den Ball und auch in den Zweikämpfen ganz anders präsent. Heute überwiegen die negativen Aspekte. Wir sind enttäuscht und müssen das Spiel aufarbeiten. Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, müssen im Training alles reinhauen und am besten nicht mehr nachdenken. 

Robert Glatzel: Der Punkt ist mehr als glücklich und das einzig Positive an diesem Spiel. Es war die schwächste Halbzeit der Saison. Heute hat vieles gefehlt. Wir haben überhaupt nicht das zeigen können, was uns auszeichnet. Wir waren zu langsam, haben kaum Chancen kreiert, die Zweikämpfe nicht konsequent geführt. Düsseldorf hat uns vorgemacht, wie es geht.

Tim Walter: Wir haben heute kein gutes Spiel gemacht. Wir haben zu keiner Zeit das auf dem Platz bekommen, was wir uns vorgenommen haben. Wir waren zu behäbig, hatten wenig Energie und Power in unserem Spiel, dadurch haben wir den Gegner zu einfachen Kontersituationen eingeladen. Dennoch spricht für uns, dass wir bis zum Ende an uns glauben und uns noch belohnt haben. Wir sind froh darüber, weil wir sehen, dass die Jungs immer weitermachen.

Daniel Thioune: Wir waren über weite Strecken gut in der Partie drin, haben in der ersten Halbzeit bei unserer Vielzahl an Chancen aber etwas die Ruhe vermissen lassen. Der eine oder andere wollte unbedingt ein Tor schießen. Die Führung war am Ende absolut verdient und ging in Ordnung. Doch der HSV ist nie tot. Das hat er über viele Monate gezeigt. Die Mannschaft ist widerstandsfähig und ist zurückgekommen. Es fühlt sich heute nicht gut. Es tut einfach weh, in der Nachspielzeit erneut ein Gegentor zu bekommen.